Bakterien und Keime

Das Wichtigste über Bakterien

Was sind Bakterien

Bakterien sind Mikroorganismen, die ohne einen echten Zellkern bestehen. Sie werden deshalb auch als Prokaryonten bezeichnet. Zellen, die einen Zellkern besitzen, werden dagegen Eukaryonten genannt, das sind z. B. pflanzliche und tierische Zellen. Bakterien haben in ihrem Inneren eine ringförmige DNA und ihre Zellwand ist kohlenhydratreich. Diese Zellwand kann von unserem Immunsystem gut erkannt werden. Deshalb tarnen sich einige Bakterien mit einer Schleimkapsel.

Die ökologische Bedeutung

Unverzichtbar für bedeutende geochemische Stoffkreisläufe sind viele Bodenbakterien, die als Destruenten wirken beziehungsweise Nährsalze für die Pflanzen verfügbar machen.

Eine große Gruppe von Bakterien bilden die so genannten Cyanobakterien. Da sie Prokaryonten sind, gehören sie nicht zu den Algen. Sie betreiben Photosynthese und sind entsprechend unabhängig von organischer Nahrung, brauchen jedoch Licht zur Energieversorgung. Gemeinsam mit den Grünalgen und anderen Algengruppen bilden sie das Phytoplankton der Meere und Süßgewässer und so die Nahrungsgrundlage vieler Ökosysteme.

Spezielle Bakterien kommen als Symbionten im Darm oder in anderen Organen vieler Lebewesen vor und wirken bei der Verdauung und weiteren physiologischen Vorgängen mit.

Welche Bedeutung haben Bakterien in der Medizin?

Bakterien spielen im menschlichen Körper eine große Rolle. So leben im menschlichen Darm eine Vielzahl von Bakterien, die zusammen die verdauungsfördernde Darmflora bilden. Die Haut des gesunden Menschen ist von harmlosen Bakterien besiedelt, die die Hautflora bilden. Besonders hohe Bakterienzahlen finden sich auf den Zähnen. Bakterien können aber auch als Krankheitserreger wirken. Einige Bakterien verursachen eitrige Wundentzündungen (Infektionen), Sepsis (Blutvergiftung) oder die Entzündung von Organen (z. B. Blasen- oder Lungenentzündung). Um diesen Erkrankungen vorzubeugen, wurden von der Hygiene, einem Fachgebiet der Medizin, zwei Methoden zum Kampf gegen Bakterien entwickelt:

Sterilisation ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe medizinische Geräte und Materialien keimfrei gemacht werden.

Desinfektion ist ein Verfahren, um die Zahl von Bakterien auf der Haut oder Gegenständen stark zu vermindern (z. B. mit Händedesinfektionsmitteln).

Sind die Bakterien einmal in den Körper eingedrungen und haben eine Infektion ausgelöst, stellen heute die Antibiotika ein wirksames Mittel gegen Bakterien dar. Allerdings sind viele Antibiotika im Laufe der Zeit gegen bestimmte Bakterien unwirksam geworden. Deshalb werden Bakterien in mikrobiologischen Laboratorien untersucht und ein Resistenztest durchgeführt. Bei der Behandlung mit Antibiotika muss beachtet werden, dass nicht nur pathogene (krankmachende) Bakterien, sondern auch mutualistische (nützliche) Bakterien durch das Medikament gestört bzw. getötet werden können. Dies kann soweit führen, dass zunächst in geringer Zahl im Darm lebende Bakterien der Art Clostridium difficile, die von Natur aus gegen viele Antibiotika resistent sind, die Oberhand im Darm gewinnen und schwere Durchfälle auslösen.

Bakterien auf und im Menschen

Insgesamt leben etwa 1010 Bakterien in unserem Mund.

Auf der menschlichen Haut befinden sich bei durchschnittlicher Hygiene etwa hundertmal so viele Bakterien, nämlich insgesamt etwa eine Billion, allerdings sehr unterschiedlich verteilt: an den Armen sind es nur wenige tausend, in fettigeren Regionen wie der Stirn schon einige Millionen und in feuchten Regionen wie den Achseln mehrere Milliarden pro Quadratzentimeter. Dort ernähren sie sich von rund zehn Milliarden Hautschuppen, die täglich abgegeben werden, von Mineralstoffen und Lipiden, die aus den Hautporen abgeschieden werden.

99 % aller mit uns lebenden Mikroorganismen, nämlich mehr als 1014 mit mindestens 400 verschiedenen Arten, darunter vorwiegend Bakterien, leben in unserem Verdauungstrakt, vor allem im Dickdarm und bilden die sog. Darmflora.

Die biotechnische Bedeutung

Die Fähigkeit einer großen Anzahl von Bakterien, für den Menschen wichtige Stoffe wie Antibiotika und Enzyme zu produzieren, wird in der Biotechnik genutzt. Neben klassischen Verfahren in der Nahrungsmittelproduktion gehört auch die Nutzung ihrer Fähigkeiten zur Beseitigung problematischer Abfälle sowie zur Produktion von Medikamenten hierher. Häufig werden zu diesem Zweck nützliche Teile des Genoms bestimmter Bakterien in das Genom einfach zu haltender, einfach zu kultivierender und weitgehend ungefährlicher Bakterien wie Escherichia coli eingepflanzt (Gentechnik).

Die gentechnische Bedeutung

Bakterien sind wichtige Objekte der Gentechnik. Sie lassen sich sowohl im Labormassstab als auch grosstechnisch leicht und kostengünstig vermehren. Durch Versuche mit dem Darmbakterium Escherichia coli wurden wichtige molekularbiologische Erkenntnisse gewonnen. Man kann humane Fremdgene in dessen Genom einfügen und so ausgewählte menschliche Proteine synthetisieren lassen. Diese Methode nutzt man insbesondere zur Herstellung von pharmazeutischen Proteinen wie den Hormonen Insulin und Somatotropin (Wachstumshormon) und verschiedenen Cytokininen.

Vorkommen und Lebensweise

Bakterien sind überall in der Luft, im Wasser und im Boden verbreitet; für ein aktives Leben benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit; ihre Vermehrung wird durch die Anwesenheit von organischer Substanz gefördert. Häufig ist eine spezifische Anpassung an ein bestimmtes Nährsubstrat festzustellen. Da es aber kaum einen organischen Stoff gibt, der nicht durch spezialisierte Mikroorganismen verwertbar, d.h. zersetzbar, ist, ergibt sich daraus die ungeheure Bedeutung der Bakterien für den Abbau toter organischer Substanz: Was sonst sehr bald in dichter Schicht die Erdoberfläche bedecken und damit alles weitere Leben unmöglich machen würde, wird durch die Tätigkeit der Bakterien (und Pilze) unaufhörlich stufenweise abgebaut (Mineralisation), wobei jeweils eine Organismengruppe die Lebensbedingungen für eine nächste Gruppe schafft. Der Gehalt des Bodens an Bakterien ist in starkem Mass abhängig vom Gehalt des Bodens an toter organischer Substanz (Humus); so weisen lockere Waldböden den höchsten Gehalt an Bakterien und gleichzeitig eine hohe Fruchtbarkeit auf.
Neben solchen Bakterien, die von toter oder lebender organischer Substanz leben (heterotrophe Bakterien), gibt es Formen, die wie die höheren Pflanzen autotroph leben können: Sie können mit Hilfe chemischer Energie (Eisenbakterien, Nitrifikation, Schwefelbakterien) aus anorganischen Stoffen Verbindungen aufbauen (Chemosynthese). Einige Bakterien sind sogar in der Lage, mit Hilfe von Farbstoffen (Bakteriochlorophyll) eine Photosynthese durchzuführen. Aerobe Bakterien (Aerobier) können sich nur in Gegenwart von Luftsauerstoff vermehren, während Anaerobier keinen molekularen Sauerstoff benötigen. Fakultativ anaerobe Bakterien können sowohl unter aeroben als auch unter anaeroben Bedingungen leben.

Wie vermehren sich Bakterien?

Bakterien vermehren sich durch Zweiteilung oder Spaltung (Querteilung). Wenn die Lebensbedingungen gut sind, geht das sehr schnell. Einige Bakterien bilden auch Sporen. Sporen sind ausserordentlich widerstandsfähige und in dieser Form inaktive Bakterien, die sehr lange unter ungünstigen Lebensbedingungen überleben können, weil sie praktisch keinen Stoffwechsel haben. Kommen Sporen, z. B. über Staub, in ein günstiges Umfeld werden sie wieder aktiv und vermehren sich. Die schnellste Vermehrung erfolgt bei 37° C Körpertemperatur. Die Vermehrung geht in 3 Phasen von Statten. Die erste Phase wird Anlaufphase genannt. In diesem Stadium vermehren sich die Bakterien noch nicht. Sie aktivieren ihren Stoffwechsel in dieser Phase und nehmen an Grösse zu. Dann setzt die Zellteilung ein und damit beginnt Phase 2 – die exponentielle Phase. Die Vermehrungsrate ist dabei konstant. Nach einer Zeit tritt in der Bakterienkultur Verlangsamung auf und Phase 3, die Stationäre Phase stellt sich ein. Die Populationsgrösse bleibt gleich, da in dieser Phase die Geburtenrate gleich die Sterberate ist.

Welche Gefahren bestehen?

Salmonellen

Die Salmonellen in Lebensmitteln sind im allgemeinen nicht so gefährlich wie ihre Verwandten, die Typhus und Paratyphus verursachen können. Bei diesen kommt es zu einer Infektion des ganzen Körpers, bei den Salmonellen lediglich des Darmes. Eine Salmonellen Infektion beginnt mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und mehr oder weniger starken Leibschmerzen. Bald darauf beginnt sich leichtes Fieber zu bilden und es kommt zu häufigen wässrigen Durchfällen. Für den gesunden Menschen ist eine Salmonelleninfektionen eine Krankheit, die innerhalb einiger Tage abklingt, für einen Geschwächten (Kranke, Alte, Kinder) kann es durch die starken Wasserverluste zum Tode kommen.

Staphylokokkus aureus

Dieses Bakterium ist der zweithäufigste Verursacher von Lebensmittelvergiftungen. Staphylokokkus aureus kommt bei zirka 50 % der Menschen in der Mundschleimhaut vor. Auch als Erreger von Angina und eitrigen Geschwüren ist er bekannt. Die häufigste Infektion kommt durch Menschen die Staphylokokkus aureus aus Wunden oder durch Niesen abgeben. Besonders häufig findet man dass Bakterien auf eiweißreichen Nahrungsmitteln wie Milchprodukte, Speiseeis, Konditoreiwaren. Die Symptome einer Vergiftung mit Staphylokokkus aureus sind ähnlich der einer Salmonellenvergiftung. In der Regel bricht die Vergiftung jedoch schneller nach Genuss der Nahrungsmittel aus (3-6) Stunden. Normalerweise tritt im Gegensatz zur Salmonellenvergiftung auch kein Fieber auf. Die Beschwerden klingen auch rascher als bei einer Salmonellenvergiftung ab. Normalerweise innerhalb von 3-5 Stunden, spätestens in einem Tag.

Clostridium Botulinum

Die Lebensmittelvergiftungen durch Clostridium Botulinum Bakterien sind die seltensten aber tödlichsten. Das Bakterium selbst kann nur unter Luftabschluss existieren. Heutzutage ist es bei gekauften Lebensmitteln normalerweise nicht mehr zu finden. Da Lebensmittel in denen es sich vermehren könnte wie Konserven ausreichend sterilisiert werden, so dass eventuell vorhandene Sporen des Bakterium abgetötet werden. In Deutschland kommen daher die meisten Vergiftungen durch die Herstellung von eingemachten Lebensmittel durch Privatpersonen zustande, da dort die Temperatur beim Einmachen selten über 100 Grad liegt, und diese können Sporen von Clostridien überstehen. Anders sieht es in anderen Ländern aus, bei denen Konserven nicht so gut sterilisiert werden, wie in Mitteleuropa üblich. Das Bakterium produziert eine hochwirksames Nervengift, dass innerhalb weniger Tage zum Tode führen kann. Seinen Namen hat es davon, das es früher oft in Wurst vorkam.


 

Multiresistente Keime – Wo die gefährlichen Bakterien lauern

Antibiotika sind lebenswichtig – und verlierend zunehmend ihre Schlagkraft, denn immer mehr Bakterienstämme reagieren nicht mehr auf die Medikamente, warnen nun auch die Bundesbehörden.

Multiresistente Keime – Wo die gefährlichen Bakterien lauern
Bakterien – Antibiotika sind lebenswichtig

Wer ins Spital kommt, will gesund werden. Doch immer wieder werden Patienten ausgerechnet hier mit Keimen angesteckt. Zwar wird es das sterile Krankenhaus nie geben, durch konsequente Hygienemassnahmen könnten aber ein Drittel aller Infektionen vermieden werden, sind Spitalhygieniker überzeugt.

Besucher in Spitälern brauchen sich dennoch keine Sorgen zu machen. «Es kommt nur ganz selten vor, dass sich Besucher einen Erreger im Spital einfangen oder umgekehrt Patienten anstecken», sagt Marco Rossi, Leiter der Spitalhygiene am Kantonsspital Luzern. Es gibt Ausnahmen bei Grippe- oder Noroviren, die Durchfall auslösen. Probleme mit – eventuell sogar antibiotikaresistenten – Bakterien entstehen in den meisten Fällen innerhalb des Spitals.

Desinfizieren der Hände ist Massnahme Nummer 1

Weil Keime fast nie durch die Luft übertragen werden, sondern fast immer durch Direktkontakt, kommt dem Desinfizieren der Hände grösste Bedeutung zu. Es ist die einfachste und wohl auch wirksamste Massnahme im Kampf gegen Infektionen. Und sie gilt fürs gesamte Personal, das direkten Patientenkontakt hat.

Allen Vorschriften und Bemühungen zum Trotz: Dass man als Patient kränker aus dem Spital nach Hause kommt, als man eingetreten ist, ist keine Seltenheit. Laut Schätzungen von Patientenorganisationen kommt es hierzulande jährlich zu rund 70’000 Spitalinfekten, von denen gut 2000 tödlich enden. Eine breit angelegte Untersuchung von Swissnoso im Auftrag des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken ANQ zeigt nun erstmals, wie es in der Schweiz bezüglich Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen steht.

Die Erhebung zeigt überraschende Unterschiede zwischen den 118 Spitälern und Spitalgruppen, die an der Erfassung der definierten Eingriffe obligatorisch teilnehmen mussten. Einzelne Spitäler schneiden bezüglich Infektionsraten deutlich schlechter ab als die anderen – welche das namentlich sind, kann auf der ANQ-Website online abgerufen werden.

Wege aus der Krise

Neben der Spitalhygiene ist die Prävention ein weiterer Weg aus der Misere. Je besser man die Verbreitung von Infektionskrankheiten eindämmt, desto weniger Antibiotika müssen dann in der Therapie zum Einsatz kommen. Eine grosse Bedeutung kommt auch Hausärzten und ihren Patienten zu: Antibiotika sollten nur sehr überlegt zum Einsatz kommen und die genaue Anwendung unbedingt besprochen werden. Denn wer die Einnahme zu früh abbricht, riskiert, dass einzelne Erreger überleben und sich vermehren – ein resistenter Stamm entsteht.
Auch ein zurückhaltenderer Umgang mit Antibiotika in der Tierhaltung könnte das Problem entschärfen. Viele Grossbetriebe verabreichen vorbeugend Antibiotika. Entstehende multiresistente Erreger gelangen dann vom Tier auf den Menschen, mit lebensbedrohlichen Folgen, denn bei Blutvergiftungen, Haut- oder Lungenentzündungen stehen die Ärzte sehr schnell mit dem Rücken zur Wand.

Herkunft: Bericht SRF vom 15. Dezember 2014


In der Metro fährt die Pest mit

New Yorks U-Bahn hatte nie den Ruf, besonders sauber zu sein. Doch was Forscher dort an gefährlichen Bakterien fanden, ist nichts für schwache Mägen.

Beulenpest, Diarrhö und Hirnhautentzündung – diese potenziell tödlichen Krankheiten können von Bakterien ausgelöst werden. Von Bakterien, die Forscher in New Yorks Subway nachgewiesen haben. Das Team des Weill Cornell Medical College hatte die wenig beneidenswerte Aufgabe auf sich genommen, von sämtlichen 466 Stationen der New Yorker Verkehrsbetriebe MTA ein genetisches Profil zu erstellen.

Das verlangte ihnen einiges ab, wie das «Wall Street Journal» treffend schrieb: «In New York City wichen die Cornell-Forscher tapfer Ratten, weggeworfenen Schwangerschaftstests, benutzten Kondomen, Erbrochenem und verrottenden Esswaren aus, um die Oberflächen in jeder U-Bahnstation abzutupfen.» Doch ihre Arbeit war äusserst ergiebig.

In 18 Monaten fanden sie über 15’000 Lebensformen. 562 waren Bakterien, von denen 67 für den Menschen gefährlich sein können. Neben den oben erwähnten Leiden können sie auch üble Krankheiten wie Lungenentzündungen, Blut- und Lebensmittelvergiftungen sowie Tetanus verursachen.

NYC Subway
NYC Subway

Tourismus-Hotspots betroffen

In einer äusserst detaillierten interaktiven Karte hat das «Wall Street Journal» die Resultate der Forschung visualisiert und erlaubt dem Leser so, festzustellen, welche Erreger an einer bestimmten Haltestelle lauern. Wenig überraschend waren es die verkehrsreichsten Stationen, wo die meisten Bakterienarten gefunden wurden: Grand Central-42nd Street mit 128 Bakterienarten und Times Square-42nd Street mit 114 Bakterienarten gehörten – mitten im touristischen Herz New Yorks – zu den am meisten von Bakterien geplagten Stationen.

Trotzdem muss niemand einen Bogen um den Big Apple machen. Alle diese Erreger wurden in so kleinen Mengen gefunden, dass sich ein gesunder Mensch unmöglich mit einer dieser Krankheiten anstecken könnte. Zudem fanden die Forscher auch nützliche Bakterien. Zum Beispiel solche die Öl und andere Abfälle zersetzen können. Ihnen wird die Arbeit in den Schächten der New Yorker Subway so schnell nicht ausgehen.

Herkunft 20min.ch Bericht vom 06.02.2015

Complemedis-Gebaeude hat eine neue Leuchtreklame

Leuchtreklame in Trimbach

In Trimbach bei Olten hängt ein neues Leuchtschild

In Zusammenarbeit mit Fischerschriften AG durften wir für das Unternehmen Complimedis die Leuchtreklame über dem Eingang erstellen.

Die etwas spezielle Gebäudekonstruktion machte die Aufgabe der Montage nicht einfach, doch das Resultat überzeugt. Mit ca 600lm leuchten nun frische Rosenblüten über die Köpfe der Besucher. Eine etwas andere Art, seine Leistung und das Kundenerlebnis zu fördern. Wir finden es gelungen.

Complemedis Leuchtreklame, LED Leuchtschild, Wandleuchte, Flachleuchte
Complemedis Leuchtreklame
Complemedis Leuchtreklame, LED Leuchtschild, Wandleuchte, Flachleuchte
Complemedis Leuchtreklame

Wir bedanken uns für den Auftrag der Leuchtreklame bei den Firmen:

Complemedis AG, Leinfeldstrasse 59, CH-4632 Trimbach

 

Weiter Informationen zur Leuchtreklame:

  • Swissness: Das Schild wird in der Schweiz entwickelt und hergestellt
  • Sicherheit: Alle elektrischen Komponenten haben Schweizer Zulassung
  • Ökologisch: Effiziente LED-Beleuchtung spart bis zu 80% Energie, Durch den Latexdruck gelangen keine Lösungsmittel in die Umwelt.
  • Nachhaltigkeit: Lange Lebensdauer durch Edelstahl, eloxiertes Aluminium & Sicherheitsglas
  • Unterhalt: das schild ist Wartungsfrei, durch das Verklebte glas bleiben Insekten fern. Die Leuchtreklamme muss innen nicht gereinigt werden.
  • Materialisierung: Wir lassen uns die Materialien ausweisen. Der Altglasanteil beträgt rund 35%, der Altaluanteil rund 70%
  • Produktion: Wir produzieren mit 100% eigener Solarenergie.

Der Artikel ist in unserem Shop erhältlich: LED Leuchttafel 100x300cm

Solarthermie Kollektoren

Solarthermie für nachhaltige Wasseraufbereitung

In Zusammenhang mit unserer Dachsanierung und einer 30kWp Photovoltaik Anlage, haben wir auch eine Solarthermie in unsere Liegenschaft integriert. Eine weitverbreitete Möglichkeit der Nutzung der Sonnenwärme ist die Trinkwassererwärmung mit Hilfe einer solarthermischen Anlage.

Als Hersteller von nachhaltigen Beleuchtungen und Abfalltrennsystemen achten wir stehts auf eine ökologische Produktion. Unser Wasserverbrauch ist zwar nur gering, jedoch ist es für unser junges Unternehmen wichtig, die Produktion auch nachhaltig und zeitgemäss aufzubauen.

Eine zusätzliche Nutzung der Sonnenwärme wird erreicht, wenn diese nicht nur für die Trinkwassererwärmung, sondern auch zur Unterstützung der Raumheizung genutzt wird. Diesen Schritt werden wir ebenfalls bald umsetzten. Die Vorrichtung und Montagesysteme weiterer Solarkollektoren ist bereits vorbereitet. In diesem Zusammenhang werden wir auch das Heizsystem auf eine Luft/Wasser Wärmepumpe erweitern um so von den Fossilen-Brennstoffen weg zu kommen und unsere Unternehmung in eine unabhängige Zukunft zu lenken.

Grundsätzliches zur Solarthermie

Die Solarthermie ist eine weit entwickelte, zuverlässige Technologie, Solarenergie zu nutzen um Wärme zu erzeugen. Während Photovoltaik in aller Munde ist, wird über die Solarthermie viel zu wenig gesprochen. Denn die Solarthermie stellt gerade in Mitteleuropa eine ganz hervorragende Möglichkeit zur Nutzung der Sonnenenergie dar. Der grosse Vorteil bei der Nutzung mittels Solarthermie: Warmes Wasser kann recht gut gespeichert werden, sodass es kein Nachteil ist, dass das Angebot an Sonnenwärme nachts nicht vorhanden ist.

Das Prinzip

Moderne Solarthermieanlagen bieten einen sehr hohen Wärmeertrag. Die Sonnenenergie wird in Solarkollektoren „geerntet“, das heisst, eine Wärmeträgerflüssigkeit (Solarflüssigkeit) wird durch Absorption der Strahlungsenergie aufgewärmt. Diese Wärme wird in Wärmeübertragern abgegeben. Zwei verschiedene Anwendungen sind hierbei verbreitet: die solare Trinkwassererwärmung und die solare Heizungsunterstützung und je nachdem, für welche man sich entscheidet, unterscheiden sich auch die Komponenten der Anlage.

solarthermisches Prinzip

Technisches zu unseren Solarthermie Anlagen:

  • Dachausrichtung: Süd
  • Gebäude Höhe: 8 m
  • Dachneigung: 19°
  • Kollektorfläche: 3 Stk zu 2 m2 = 6 m2
  • Kollektor Typ: Flächenkollektor (Passend zu den PV Modulen)
  • Montage System: K2 Systems
  • Boiler Volumen: 300 l Brauchwasser
  • Steuerung: Deltasol CS Plus

Wir haben uns für Flächenkollektoren entschieden, da diese mit geringeren Themperaturen laufen und so Dichtungen und das System weniger unter Wärmeausdehnung leidet. Entscheidend war ebenfalls, dass wir genug Dachfläche haben und so wurden 6 m2 statt der empfohlenen 4 m2 Kollektorenfläche verbaut.

So sparen wir Jährlich ca. 2500 kW Energie was bei aktuellem Nachttarif ca 475.-CHF entspricht. Die Amortisationszeit beträgt ca. 5-6 Jahre.

Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro

Neuheit: Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro

  • Hersteller Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro: LED Werkstatt GmbH CH-3367 Thörigen
  • Design & Projektleitung: Christoph Fahrni
  • Konstruktion & Herstellung : Peter Bucher
  • Zielgruppe: Öffentlicher Raum & Gewerbe
  • Designschutz: CH & EU Schutz angemeldet
  • zum Produkt im Shop

download-pdf Monolith Wertstoffbehälter

Vorgaben Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro:

In der Idee galt es, einen „Abfallbehälter“ positiv in die Umgebung zu integrieren. Viele neue Gebäude sind mit grossen Glasfronten und Aluminium-Fassaden versehen, so setzten wir uns die Aufgabe, den Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro in diese Umgebung zu integrieren und diesen in den Materialien der Gebäude umzusetzen.

Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro, Abfalltrennbehälter, Abfallbehälter, Wertstoffbehälter, Mülleimer, Abfalleimer, Abfallsystem, Recycling System
Wertstoffsystem Monolith Quattro A-0011-S

Durch die Verwendung von Alucobond und Echtglas sind verschiedene Ausführungen möglich. Alucobond gibt es in verschiedensten Farben und in strukturierten Oberflächen. Die Glas-Innenseiten lassen sich mittels Siebdruck oder Lackierung beschichten. Dadurch kann die Einwurfklappe mit dem gewünschten Signet für die Wertstofftrennung versehen werden. Eine Beleuchtung der Einwurfklappe ist in Arbeit, damit auch bei Dämmerung oder in der Nacht die Klappe gut sichtbar ist.

Optional ist der Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro auch mit einem Ascher in der Fronttür erhältlich.
Im Innenbereich des Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro arbeiten wir mit Aluprofilen um damit modulare Komponenten umsetzen zu können. Es sind Behälter / Abfallsackgrössenvon 60 / 110 & 140l erhältlich.

Der Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro verfügt über ein selbst einschnappendes Schloss für ein schnelles Handling und einen fahrbaren Innenbehälter für eine kraftfreie, saubere und schnelle Bedienung.

Modular:

Durch den modularen Aufbau können Scharniere, Einwurfklappen, Fronttüre und Sockel einfach und mit minimalem Aufwand ausgetauscht werden. So kann ein Ascher durch wechseln der Fronttür angebracht, oder die Einwurfklappe mit einem anderem Aufdruck (PET, ALU, Restmüll, Papier) als Sammelbehälter umfunktioniert werden.

Option Ascher:

Der Ascher hat eine Schliessfunktion, so dass durch drücken der Glasklappe die Ascheroberfläche entleert werden kann und die Asche separat in einem geschlossenen Behälter gesammelt wird. Da der Ascher in der Fronttüre integriert ist, kommt die Glut mit dem Restmüll nicht in Berührung und kann auch nicht reinfallen.

Design:

Durch Echtglas und Alucobond lassen sich Farben frei wählen. Die einzige Beschränkung ist die Mindestbestellmenge von Alucobond. Hier suchen wir noch nach Lösungen, um auch kleinere Materiallieferungen zu erhalten.

Vandalismus / Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro:

Mehrere Studien belegen, dass hochwertige Produkte bei Vandalismus eher verschont werden. Auch sind Echtglas-Anwendungen seltener von Vandalismus betroffen, da Vandalen instinktiv Angst vor Verletzungen haben. Schon als Kind wird man immer wieder auf die Verletzungsgefahr bei Glasscherben hingewiesen.

Verfügbarkeit des Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro:

Durch den modularen Aufbau sind die Behälter schnell montiert. Aktuell sind wir mit unserer Infrastruktur auf täglich bis zu 10 Wertstoff Trennbehälter Monolith Quattro ausgerichtet.

Weitere Optionen in Planung:

  • Abfallsack-Rollenbehälter wird noch am Innenbehälter angebracht. Die Ersatz-Säcke befinden sich am Behälter.
  • Geschlossener Innenbehälter aus Alu

Aktuelle Meldungen zum Thema Abfall

PV Anlage, Ökostrom für unsere Produktion

Nachhaltigkeit und Autarkie, unser Projekt

Wenn das Wetter die Prozesse definiert

Wie kann man als Industriebetrieb konsequent nachhaltig und ethisch wirtschaften?

Wir sind keine Gesellschafts- oder Umweltaktivisten. Allerdings ist die klassische Industrie durch externe Investoren zu einseitig gewinnorientiert und übernimmt unserer Ansicht nach zu wenig gesellschaftliche Verantwortung. Der Verbrauch an Ressourcen und Sozialkapital in unserer Wirtschaft hat massives Verbesserungspotenzial. Kaum eine Unternehmung nutzt die Möglichkeiten einer ökonomisch nachhaltigen Wirtschaft, weil es Verhaltensänderungen erfordert. Nachhaltigkeit an sich verkauft aber kein Produkt. Sie ist ein wichtiges Verkaufsargument in Märkten, in denen es schwer geworden ist, sich zu differenzieren. Richtig angewendet, schafft sie messbare Kostenvorteile und übernimmt soziale Verantwortung. Als Schweizer-Unternehmen agieren wir nicht nur in einem Hochlohnland, sondern auch mit einer Hartwährung. Nur echte Mehrwerte schaffen es, den Kaufentscheid der Kunden nicht auf den Preis zu reduzieren.

Das autarke Fair Trade-Industrieunternehmen

Ziel ist es, eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung unseres Industrie-KMUs mit einem angemessenen Wachstum, betrieblicher Arbeitsethik und neuartigen Produkten zu verbinden. So können durch Reinvestition Arbeitsplätze und Neuentwicklungen finanziert werden. Das Anstreben einer guten Gewinnsituation ist Mittel zur Weiterentwicklung und Existenzsicherung – nicht der Zweck. Umweltschutz ist das Ergebnis wirtschaftsethischer Überlegungen bei unserer Gründung, unabhängig von politischen Orientierungen. Ressourcenschonung ist zentral, da sie dem Erhalt des Lebensmittelpunkts und Wirtschaftsstandorts dient, sowie unser Unternehmen energetisch autark und CO2-frei macht. Dabei geht es nicht nur um Nachhaltigkeit. Energie- und Herstellungskosten werden dadurch auch planbarer. Unsere Kunden profitieren von Produkten, wie homogenen LED-Leuchtstelen, Wertstoff-Trennmobiliar und Energie-Ladesäulen, die Standards in ihrem Bereich setzen, zur Nachhaltigkeit des Kunden beitragen und auch selbst schonend hergestellt sind. Sie sind auf den Anwendungsprozess optimiert, so dass sie im täglichen Gebrauch auch die Wirtschaftlichkeit verbessern. Durch nachhaltige Produktion und die Möglichkeit zur Reparatur (eigenes Ersatzteilelager, trennbare Fügetechniken) können wir für die meisten Produkte 10 Jahre Garantie gewähren. Als Unternehmer wollen wir eine Vorbildfunktion übernehmen, um auch Partnerfirmen und Mitbewerber zu motivieren, gleiches zu tun. Bei der Teilnahme an Ausschreibungen versuchen wir, vorab nachhaltige Kriterien zu etablieren.

Nachhaltigkeit, faire Produktion und energetische Autarkie sind Chefsache

Swiss Made, Fair Trade und lokale Produktion sind ebenso wichtig wie Nachhaltigkeit und energetische Autarkie. Sie schaffen Mehrwerte für unsere Kunden und reduzieren den Preisdruck. Nur so können wir dauerhaft gegen die Massenhersteller aus Billiglohnländern bestehen. Wichtig bei der Umsetzung ist die finanzielle Unabhängigkeit. Wir verzichten auf externe Investoren und Banken, da wir nur so die maximale Entscheidungsfreiheit für grundsätzliche strategische Veränderungen haben.

Es braucht mehr Verpflichtungen

Diverse Umweltvorschriften, Arbeitsrecht, SUVA-Bestimmungen und z. B. die Getränkeverpackungsverordnung haben wir zu beachten. Trotzdem fehlen passgenaue Vorgaben, damit Nachhaltigkeit, Ethik und Kostensenkung kein Gegensatz mehr sind. Die Einhaltung von Fair Trade-Regeln ist international kaum nachprüfbar; ein wichtiges Argument für Swiss Made. Auch fehlen z. B. seit Jahren Anforderungen für Barrierefreiheit bei der Wertstofftrennung, für den Ökostromanteil in der Produktion, für sichere E-Ladesäulen u. Aussenverkabelungen. Auch neue Mobilitätsformen warten seit Jahren auf eine Zulassung oder Regulierung.

Was ist möglich und was haben wir erreicht?

Wir haben in eine Photovoltaik-Anlage, in Solarthermie sowie einen Batteriespeicher investiert, um unsere Eigenversorgung voranzubringen. Autarke Energieversorgung ist in der Industrie nicht einfach. Die nötigen Mittel für eine überdimensionierte Solaranlage mit riesigen Batterien hatten wir nicht. Um den Autarkiegrad trotzdem zu erhöhen, wurden alle Verbraucher analysiert und auf die Nutzung hin optimiert. So konnten wir enorme Einsparungen verzeichnen und bei der Investition mit eigenen Mitteln viel erreichen. Die Digitalisierung des Energiebedarfs war die Voraussetzung. Heute kennen wir jederzeit den Bedarf und Ertrag unserer Solaranlage, was uns hilft, mit eigenem Strom zu wirtschaften und die Firmenprozesse der Stromproduktion anzupassen. Die Batterie hilft uns, Stromspitzen abzufangen und den Nachtstrom bereit zu stellen. Dennoch brauchen wir Sonnenschein, um autark zu sein. Der Selbstversuch, unsere Prozesse dem Wetterbericht zu unterstellen, stellt sich immer mehr als Erfolg dar: Heute stehen wir bei einer energetischen Autarkie von über 90 %, Tendenz steigend. Sicher haben wir auch einiges an Regeltechnik investiert, um Peripheriegeräte, Druckluft und andere Technik bei Nichtgebrauch vom Netz zu nehmen. Maschinen-Akkugeräte werden ebenfalls geregelt und ausschliesslich mit Solarstrom-Überschuss geladen. Genauso wie unser Firmenauto mit Elektroantrieb, dessen Strom wir selbst produzieren. Der Fair Trade-Gedanke hat mittlerweile zu einem regionalen Netzwerk im Mittelland mit Fertigungs- und Dienstleistungspartnern geführt, die das Konzept mittragen und ihre Prozesse ebenfalls anpassen. Wir sehen sie als Partner und nicht als Lieferanten, mit denen wir uns zusammen weiterentwickeln. Da es sich überwiegend um inhabergeführte KMU’s handelt, ist der langfristige Aspekt für sie interessanter, als kurzfristige hohe Umsätze.

Das Wetter als Produktionsfaktor

Nennen Sie uns verrückt, aber wir planen unsere Produktion mittlerweile anhand des Wetterberichts. So achten wir darauf, energieintensive Produktionsprozesse auf Sonnentage zu legen, hingegen administrative Arbeiten wie Design, Entwicklung, Montage und Planung eher auf Regentage abzuwälzen. Das war nicht einfach, da es ein Umdenken verlangte und wir wegen Liefervereinbarungen oft unter Druck standen. Gerade in den Wintermonaten ist eine Planung anspruchsvoll und verlangt hohe Flexibilität. So planen wir etwas längere Lieferfristen, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden. Die Kunden zeigen meist Verständnis.

Nutzen für Mitarbeiter, Partner, Kunden, Standort

  • Produktdesign und -entwicklung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
  • Umweltverträgliche Werkstoffe und Fertigungsprozesse in der Produktentwicklung
  • Produktion mit lokalen Partnern reduziert Transportwege und sichert Arbeitsplätze in der Region, zudem werden Maschinen besser ausgelastet und Infrastruktur wird eingespart.
  • Reduktion von oder Verzicht auf Lösungsmittel und Giftstoffe im gesamten Betrieb, das reduziert auch Gefahren am Arbeitsplatz.
  • Lösungsmittelfreier Latexdruck kann direkt weiterverarbeitet werden, das spart Arbeitszeit und schont die Umwelt.
  • Nachfüllbare Druckluft-Spraydosen, um Treibhausgase zu reduzieren
  • Recycling aller anfallenden und trennbaren Stoffe, welche im Betrieb anfallen, lesen Sie mehr…
  • Mehrfachverwendung von Verpackungen, soweit möglich
  • Digitalisierung und Direktvertrieb durch Webshop vereinfacht die Administration und reduziert Papier
  • Geschäftsfahrten seit 2017 mit dem Elektroauto, dessen Akkukapazität Teil unseres Smart Buildings ist.
  • Trotz steigernder Rohstoffpreise konnten wir durch nachhaltige Prozesse unsere Produktpreise stabilisieren.
  • Durch autarke Versorgung lernen wir, besser mit unseren Ressourcen umzugehen und leben eine Vorbildfunktion für unsere Mitarbeiter, Partner und Mitbewerber. Wir erreichen mit diesem Ansatz immer mehr Menschen und Unternehmen, welche die Nachhaltigkeit als wichtig erachten und sie in ihre Kaufentscheide miteinbeziehen. Das fordert nun auch Mitbewerber, etwas zu tun. Gemäss Berechnung von z. B. MyClimate haben wir heute rechnerisch eine negative CO2-Bilanz. Das reicht uns aber nicht, da wir in einzelnen Bereichen noch Verbesserungspotenzial sehen und nicht ruhen bis wir komplett frei von Atom- und Kohlestrom sind. In der Mobilität streben wir ebenfalls eine CO2-freie Lösung an. Leider gibt es noch nicht für alle Anwendungen die richtigen Produkte. Lesen Sie mehr…

Unsere Sicht: Ethik und Innovationskraft

Autarkie, nachhaltige Produktentwicklung und Produktion in einem regionalen Lieferanten-Netzwerk nach Kriterien des Fair Trade auf den Bereich Industrie zu übertragen, ist nach unserer täglichen Erfahrung neuartig. Der Schutz der Lebensgrundlagen zukünftige Generationen und ein nachhaltiges Wirtschaften haben bei diesem Projekt Priorität vor Gewinnmaximierung. Es geht nicht um schnelle Skalierung, sondern maximale Effizienz im Sinne der Kreislaufwirtschaft und um langfristige Mehrwerte für ein inhabergeführtes Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und die Region.  Diesen Planeten sehen wir wie ein WC: Man sollte es so verlassen, wie man es vorgefunden hat.

 

PV-Anlage, Solarweb, Fronius Symo Hybrid, Photovoltaik Übersicht LED Werkstatt GmbH
Live-Anlage Übersicht LED Werkstatt GmbH

Aktuelle Rückliefervergütung der BKW

 

Hygiene im öffentlichen Raum

Hygiene im öffentlichen Raum: breites Risikospektrum

Jährlich 37‘000 Todesfälle europaweit, Pandemien, immense volkwirtschaftliche Kosten – das Spektrum möglicher Infektionsauswirkungen ist dramatisch. Nicht nur Krankenhäuser sind Gefahrenquellen, wie die Experten für antimikrobiellen Hygieneschutz wissen.Legionellen in Hotels und Norovirus auf Kreuzfahrtschiffen: Erreger sind omnipräsent. Nun soll der sogenannte Vogelgrippe-Virus H7N9 von Mensch zu Mensch übertragbar sein. Viele Argumente, um Hygienemassnahmen im öffentlichen Raum weiter zu verbessern.«Darmbakterien auf dem Sitzplatz» betitelte die Süddeutsche Zeitung einen Artikel über eine Studie, die im Auftrag der WDR Verbrauchersendung «Markt» im Jahr 2011 durchgeführt wurde. Es seien massenhaft Keime und Bakterien nicht nur in den Toilettenräumen, sondern auch auf den Sitzplätzen, Armlehnen, Türöffnern und -klinken sowie Festhaltegriffen der deutschen Bahn festgestellt worden; 50 der 70 Proben mit «reichlichem, viele Proben sogar massenhaftem Wachstum» von Bakterien und Keimen.

Auch aus UK und den USA gibt es erschreckende Zahlen aus öffentlichen Verkehrsmitteln: In der U-Bahn von Glasgow hat man 125 x mehr Keime auf den Sitzen gefunden als auf einer Toilette.

Übertragungswege der Keime
Wie gefährlich sind solche Situationen letztlich für den Menschen? In einer praxisnahen Studie ging Prof. Dirk Höfer vom Hohenstein Institut dieser Frage nach. Zwar reduzierte sich erwartungsgemäss die Anzahl lebensfähiger Erreger bei jedem Übertragungsschritt von Händen auf Objekte, doch einige Krankheitserreger wurden durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen in ansteckenden Dosen auf andere Personen übertragen.

Klimaanlage als Keimschleuder
Es ist nicht unbedingt ein Toiletten- oder Krankenhausbesuch notwendig, um sich mit Krankheitserregern zu infizieren. Nach Schätzungen des deutschen Umweltbundesamtes wird jede zweite Klimaanlage in Deutschland nicht ausreichend gewartet (Quelle: ndr Ratgeber Gesundheit). Das Ergebnis: durch die ständige Feuchtigkeit des Kondenswassers werden sie zu idealen Brutstätten für Keime. 2010 starben in Neu-Ulm/Deutschland fünf Menschen durch eine mit Legionellen verseuchte Abluftwolke.

In Zusammenarbeit mit Glas Trösch werden wir viele unsere Produkte, insbesondere den Abfallbehälter durch antibakterielle Oberflächen entgegen wirken. Auch bei Metalloberflächen setzten wir bereits heute auf Pulverbeschichtungen mit Antibakteriellen Zertifikaten.

Eine 100% Keim und Bakterienfreie Lösung wird man kaum erreichen, jedoch sollen sich Bakterien nicht unkontrolliert auf HighTouche Zonen wie Abfallbehältern und Infopannels vermehren und so das Imunsystem der Menschen bedrohen.

Die richtige Farbe in RAL

RAL Farbtabelle

RAL Farbkarte
RAL Farbkarte (Bild-Herkunft : https://www.fensterversand.com)

Die Meisten unserer Produkte lassen sich mittels Pulberbeschichtung oder Nasslack bunt gestalten. Für die Farbdefinition setzten wir auf das RAL Farbsystem. Sonderfarben welche nicht im Artikel erfasst sind, bieten wir gegen Mehrpreis an.

Die Darstellung von Farbtönen am Bildschirm dient der unverbindlichen Beratung. Für einen genauen Farbvergleich empfehlen wir Ihnen einen Farbfächer zu beschaffen. Oft erhalten Sie diese bei einem Farbladen in Ihrer Nähe.

Ob bei Leuchtreklamen, Abfallbehältern oder anderen Produkten, geben Sie uns bitte die vierstellige RAL Nummer gemäss Liste bekannt. Die Standartfarben finden Sie in unseren Produkten als Konfiguration.

NCS Farben oder andere Farbsysteme sind bedingt auf Anfrage erhältlich. Einige Farbsysteme werden bei der Metallverarbeitung und der entsprechenden Beschichtung nicht unterstützt. Daher müssen wir Sonderfarben immer erst Abklähren. Wir Danken für Ihr Verständnis.


Hintergrundinformationen zu RAL Farben

Das RAL-Institut erstellt und verwaltet eine Reihe von weltweit eingesetzten Farbsystemen und Farbkatalogen, die jeweils eine Palette von normierten Farben umfassen (digital und gedruckt). Jeder Farbe ist eine eindeutige Nummer zugeordnet. Auf diese Weise lässt sich die Farbe von z. B. Anstrichen und Lacken präzise kommunizieren, ohne dass ein Farbmuster übergeben werden muss.

Am bekanntesten ist die Farbsammlung der RAL-Nummern, die das Institut unter dem Namen RAL Classic vertreibt. Es ist eine Farbtabelle, die erstmals 1927 von der Vorgänger-Organisation Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen erstellt wurde. Die Farbsammlung beinhaltet 213 Farben und wird von vielen Herstellern für Produkte und Marken genutzt, um die Farbkommunikation zu erleichtern und einen über lange Zeit gleichbleibenden Farbeindruck zu gewährleisten.