PV Anlage, Ökostrom für unsere Produktion

Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeitsbericht!

Die LED Werkstatt GmbH produziert seit 2014 mit Solarstrom vom eigenen Dach.

PV-Anlage, Solarweb, Fronius Symo Hybrid, Photovoltaik Übersicht LED Werkstatt GmbH
Live-Anlage Übersicht LED Werkstatt GmbH

Mit einer 30 kWp Photovoltaik Anlage sowie 6 m2 Solarthermie haben wir unsere südliche Dachfläche ausgestattet, um unsere Produkte nachhaltig und CO2 arm zu produzieren. So sparen wir täglich bis zu 70 kg CO2.

CO2 Verbrauch:

  • Heizung Öl (ca.1700 Liter / Jahr): 5,4 t CO2 (* wird 2020 durch eine Wärmepumpe ersetzt
  • Stromverbrauch: Solarenergie wovon wir ca. 70% Überschuss produzieren. Damit sparen wir rund 20.9 t CO2 pro Jahr ein.
  • Batteriespeicher mit 10 kWh, somit sind wir elektrisch zu 96% autark
  • Elektroauto mit Strom vom eigenen Dach: 0 t CO2
  • Lieferwagen (Diesel, ca. 10’000 km / Jahr): 3.5 t CO2 (*
  • Verpackungsmaterialien und Produktionsabfälle werden so gut es geht recycelt und separat an den Entsorgungshof (Brings) zurück gebracht. Wir trennen alle Metalle, PET, Karton, Papier, Batterien, Kunststoffverpackungen, Folienreste, Kompost und Restmüll.

* CO2 Berechnung gem. Angaben von MyClimate

Dies ergibt einen CO2 Ausstoss von ca. 8.9 t bei gleichzeitiger Stromeinspeisung ins Netz, was einer CO2 Reduktion beim heutigen Strommix von 20.9 t entspricht. Somit haben wir einen CO2 Bilanz von -12.0 t pro Jahr.

Sicherlich benötigen Solarzellen in der Herstellung auch Energie und somit geht man von rund 40 g CO2 pro kWh Solarstrom aus. Je nach Energieleistung, welche ein Modul erzielt, sind diese „Grauen-Emissionen“ jedoch nach 1-3 Jahren amortisiert. Danach produzieren die Module rund 30-40 Jahre lang sauberen Strom. Da unsere PV-Anlage nun über 3 jährig ist, sind wir nun CO2 frei im Stromverbrauch. Mehr dazu….

Um weiter CO2 zu sparen, wird in den nächsten Jahren die Heizung mittels Solarthermie und Wärmetauscher ersetz und der Fahrzeugpark komplett auf Elektroautos umgerüstet. Das Ziel ist es, unser Unternehmen Autonom zu versorgen und möglichst CO2 neutral zu werden. Als Kleinunternehmen sind diese Investitionen enorm, somit müssen wir die entsprechenden Mittel erst erwirtschaften. Wenn Sie also Produkte bei uns erwerben, helfen Sie uns, unsere Ziele schneller zu erreichen.

Elektrisch sind wir seit August 2018 am Hauptsitz durch die 10 kWp Batterie mit rund 96% autark. So haben wir einen durchschnittlichen Tagesbezug von noch knapp 0.1 kWh bei einem durchschnittlichen Überschuss von 60 kWh/Tag, welcher ins Netz gespiesen wird.

An unserem Zweitsitz in Schüpfheim (LU) sind wir eingemietet und erarbeiten gerade eine Mobile PV Lösung, um auch dieses Büro nachhaltig zu betreiben. Dies wird mittels Balkonmodule umgesetzt. Unsere Mitarbeiter wurden zudem mit 600 W Balkonmodulen ausgestattet, dass Sie in Ihrem Mietwohnungen auch nachhaltiger werden.

Eigenversorgung lohnt sich?

Im Hinblick auf stetig steigende Energiekosten lohnt sich die Investition in eine PV-Anlage. Aufgrund der KEV-Förderungskürzungen ist für Energieeinspeisung keine Rendite mehr zu erwarten, jedoch lassen sich durch Eigenverbrauch die Produktionskosten besser planen.

Durch die Pothovoltaik Anlage sind wir für den Atomausstieg (Energiestrategie 2050) gerüstet durch nahezu 100% Selbstversorgung. Geplant ist auch noch eine 2 kW Windkraftanlage für die Übergangszeit und bei Schlechtwetter. Hier laufen erste Tests und Anfragen bei der Baukommision. Eine Aussicht auf Bewilligung ist jedoch gering, da die Gesetzesgrundlage fehlt.

Was kann man noch machen?

Durch Nachtabschaltung der Druckluftanlage und der EDV, 100% LED Beleuchtung sowie Solarthermie für Warmwasser, können wir mit nahezu 100% Photovoltaik Energie unsere Produktion abdecken. Bei straker Sonneneinstrahlung und an den Wochenenden speisen wir zusätzlich Strom ins Netz der Onyx AG ein.

Durch die Zuschüsse der Swissgrid werden die Investitionen nicht gedeckt, jedoch sind wir zuversichtlich, dass unsere Kunden den Mehrwert durch nachhaltige Herstellung unserer Produkte schätzen und bereit sind dies auch zu honorieren.


Photovoltaik Erfahrungswerte:

Wer will die Energiewende?

Als Befürworter der Photovoltaik wurden wir nun im 2017 mit der Realität konfrontiert. Durch neue Gebühren, Kürzungen der Einspeisevergütung und die Besteuerung des Überschusses, müssen wir nun eingestehen, dass die wirtschaftliche Rechnung für die Netzeinspeisung nicht aufgeht. Laufend werden neue Gebühren erhoben, welche die Amortisation der Anlage schwer beschneiden. Will unsere Politik wirklich die Energiewende?

Auch die Förderbeiträge, welche immer gelobt werden, funktionieren nicht. Wer ein Photovoltaik-Projekt vorfinanzieren kann, ist nicht auf Förderung angewiesen. Kleinere Betriebe und Private haben kaum eine Chance von den Förderungen zu profitieren und Ihren Energiebedarf nachhaltig zu verbessern. Swissgrid (Stiftung KEV) benötigen aktuell über ein Jahr für die Rückvergütung. Dasselbe gilt weitgehend auch bei Gebäudehüllen Sanierungen. Wir haben im 2017 alle Fenster in der Produktion, und da sprechen wir von über 30 m2 durch 3-fach Verglasung erneuert. Diese Sanierung wurde nicht gefördert, da das Projekt zu klein war !?! Es macht den Eindruck, als ob solche Förderungen nur für finanzkräftige Unternehmen und Staatsbetriebe gemacht wurden.

Energiekosten Vergütung: Je nach Standort weichen die Einspeisevergütungen des Stroms um bis zu 50% ab. Die Vergütung der BKW/Onyx: 2016 mit  9,78 Rp pro kWh und  ab 01.01.2017 mit nur noch 7 Rp/kWh und aktuell im 2019 sind es 5 Rp plus 4,5 Rp für zertifizierte Anlagen sprich 9,5 Rp pro kWh. Im 15 km entfernten Solothurn beispielsweise würden wir bis zu 15 Rp pro kWh erhalten, rund 30% mehr. Versicherung der Anlage, Abrechnungsgebühren, Netzleistungen und Unterhalt fressen unsere Energieüberschüsse nahezu auf.

Auf der Seite von Vese.ch finden Sie einen guten Überblick der Vergütungen pro Gemeinde.

Weder Bund noch Kanton oder Gemeinde legen Wert auf Produkte aus nachhaltiger Produktion, der günstigste Asiate oder osteuropäische Hersteller gewinnt jede Ausschreibung. Das Secco brüstet sich  durch das Freihandelsabkommen mit China, wo Menschenrechte und Umweltschutz ignoriert werden. Nachhaltige Swiss Made Produktion ist bei der öffentlichen Hand kaum gefragt. So hat auch unsere eigene Gemeinde Thörigen Drittprodukte mit ausländischer Herstellung wegen geringem Preisunterschied verbaut. Wenn wir als KMU die öffentliche Hand beliefern wollen, haben wir mit Swiss Made und nachhaltiger Produktion keine Chance, dann müssen wir zwingend im günstigen Ausland produzieren, wo Sozialleistungen, Gehälter und Produktionsvorschriften um ein vielfaches geringer ausfallen. Tragisch aber wahr!

Unsere PV-Anlage, aktuelle Zahlen:

Photovoltaik-Anlage 1: 17,5 kWp

  • südliche Dachfläche:  133 m2
  • Gebäude Höhe: 8 m
  • Dachneigung: 19°
  • max. Leistung: 17.5 kWp
  • Solarmodul: Viessmann 200 Typ P260BA (260W je Modul) LxBxH: 1654 x 989 x 40 mm
  • Anzahl Solarmodule: 69
  • Montage System: K2 Systems
  • Netzeinspeisung: Fronius Symo 17.5-3-M

Photovoltaik-Anlage 2: 12,5 kWp

  • südliche Dachfläche:  56 m2
  • Gebäude Höhe: 6 m
  • Dachneigung: 25°
  • max. Leistung: 12.5 kWp unterteilt in zwei Wechselrichter, einer davon ist ein Symo Hybrid für Batterieladung.
  • Solarmodul: Viessmann 200 Typ P260BA (260W je Modul) LxBxH: 1654 x 989 x 40 mm
  • Anzahl Solarmodule: 48
  • Montage System: K2 Systems
  • Netzeinspeisung: Fronius Symo 12.5-3-M

Weitere Informationen:

Die erwartete jährliche Stromproduktion liegt bei ca. 32-35 MWh.

Bei Fragen oder für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

unsere Mobilität:

Kurzstrecken bis zu 5 km bewältigten wir in der Vergangenheit mit unseren Ninebot One oder Elite, so waren wir mit eigener Energie unterwegs. Diese Geräte wurden per 22.Dez. 2015 vom Astra verboten, die Fahrzeuge benötigen nun eine Typengenehmigung, doch leider gibt es noch keine Kategorie für diese Fahrzeuge. Der Vortschritt in der Mobilität erliegt unserer Bürokratie!

Um unseren Eigenverbrauch aus der Solaranlage zu erhöhen, beschlaften wir im 2017 einen Tesla Model S 85P. Nun nutzen wir halt diesen für unsere Geschäftsfahrten. Mehr zum Tesla hier

Die Autarke Versorgung ist unser Ziel!

Obwohl nun die BKW die Einspeisevergütung mit dem teuren Öko-Zertifikat minim erhöht hat, wird die wirtschaftliche Situation nicht wirklich besser. Autarkie ist die Lösung. Also haben wir uns per August 2018 eine Solarbatterie beschafft. So zeichnet sich bereits in den ersten Tagen ab, dass es möglich ist, trotz unserer Einlegerwohnung, Büros und der Produktion mit einer 10 kWh Batterie die Autarkie auf 96% zu erhöhen.

Was aber im tiefen Winter?

Da im Winter die Tage kurz sind und der Energiebedarf steigt, mussten wir unseren Bedarf optimieren. Dazu wurden alle Stromkreise analysiert. Schaltungen und Steuerungen müssen her. Wir haben viel Handwerkzeug mit Akkus und diese sind oft über Tage an der Ladestation, auch Peripheriegeräte wie Drucker, Handy-Ladegeräte und Monitore müssen nicht dauernd funktionieren.

Grossverbraucher wie Maschinen und Anlagen sind nun über Relais und Zeitschaltuhren gesteuert so dass diese Nachts und an den Wochenenden vom Netz gehen. In Notfällen können die Relais manuell gesteuert werden.

Wir haben noch eine Wohnung, welche mit Kühlschränken und anderen Verbrauchern Strom aus dem Netz bezieht. Auch hier wurde klar Schiff gemacht, Kühlschränke und Gefriertruhen haben nun Nacht-Abschaltung. Die Auto-Ladestation funktioniert nur mit Stromüberschuss aus der PV-Anlage und auch das funktioniert.

2020 installieren wir eine Wärmepumpe. Daher wurde bereits im 2017 in 3-fach verglaste Fenster in unserer Produktion investiert um so die Energieverluste zu reduzieren. Weitere Isolationen und Verbrauchsoptimierungen werden laufend ausgebaut. Mal sehen ob wir auch die Wärmepumpe autark betreiben können. Um auch im Winter ausreichend Energie bereit zu stellen, werden zusätzliche PV-Module mit rund 6-10 kWp auf die Nordwest Seite verbaut. Seit 2 Jahren läuft ein Test und erstaunlicher weise geben die Module gerade bei Schlechtwetter durch die Reflektion der Wolken ausreichend Energie. Auch ein Solar Zaun an der Grundstück-Grenze steht zur Diskussion. Dieser würde zusätzlich rund 8 kWp bringen, alternativ testen wir auch eine kleine Windkraftanlage sowie Fassaden-Module.

Der Heizungsspeicher wird möglichst gross gewählt, um bei Schlechtwetter auch mehrere Tage ohne Netzstrom aus zu kommen. Eine Ansteuerung über ein Fronius Ohm-Pilot soll die Wärmepumpe möglichst mit Solarstrom (Energieüberschuss) versorgen.

Es bleibt spannend.

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