Batteriespeicher Fronius

Batteriespeicher

Welchen Sinn machen Batteriespeicher?

Mit einem Batteriespeicher den Nachtstrom aus der Photovoltaik Anlage zu nutzen macht Sinn. Aktuell bekommt man um die 8.9 Rp/kWh für die Einspeisung von Solarstrom, demgegenüber steht der Strompreis von rund 23 Rp pro kWh inkl. der Netz Gebühren beim Strombezug. Während der Nachtstunden benötigt ein Einfamilienhaus im Jahresschnitt 6-10 kWh pro Tag oder etwa 500.- CHF im Jahr. Für die Einspeisung vom Solarstrom erheben viele Elektrizitätswerke Gebühren, was auf den Nachtstrombezug berechnet ca. 50-100.- CHF pro Jahr entspricht.

Am Tag können bei wechselhaftem Wetter die Verbrauchsspitzen aus der Batterie bezogen werden. Auch damit spart man rund 300.- CHF Stromkosten pro Jahr.

Somit haben wir eine Gesamtrendite der Batterie um die 900.- CHF pro Jahr. Eine Amortisierung ist derzeit etwas schwierig zu berechnen, da es sehr unterschiedliche Batterien und noch mehr unterschiedliche Anwendungen gibt. Grundsätzlich muss man mit einer Investition um die 10’000 CHF rechnen und kann von 15-20 Jahren Lebenserwartung ausgehen. Die Batterie kann man also knapp amortisieren. Steigen die Strompreise weiter, so wird eine Batterie wirtschaftlich und lukrativ.

Wer darauf wartet, dass die Batteriepreise sinken, der wartet vermutlich noch lange. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Preise senken werden. Es macht den Anschein, als ob die Batteriepreise sich nur noch geringfügig verändern werden.

Eine Batterie für die E-Mobilität

Es gibt viele Debatten über E-Mobilität und Batteriespeicher. Dabei drängt sich die Frage auf, wie man den Strom für die zukünftigen Elektroautos bereit stellt.

Kritiker der E-Mobilität behaupten, dass wenn alle in der Strasse das Auto laden wollten, würde es dunkel. Damit haben sie recht. Ein Wohn-Quartier ist nicht für die Belastung ausgelegt, um gleichzeitige mehrere E-Autos mit 11 kWh oder mehr zu laden. Schon mit den ganzen Wärmepumpen stösst man an die Leistungsgrenzen der Trafostationen.

Daher braucht es entsprechende Infrastruktur, um die Energie bereitstellen zu können. Benzin-Autos können ja auch nicht zu Hause betankt werden. Auch das geht nur mit entsprechender Infrastruktur.

Die Netzanbieter planen Einfamilienhäuser mit einer Zuleitung um 25 – 40 A auf drei Phasen, was 3 Phasen x 25 A x 240 V, sprich 18 kW Leistung entspricht. Bei der Bereitstellung des Stroms wird eine durchschnittliche Auslastung zugrundegelegt, so dass die 18 kW pro Haus nur kurzfristig als maximal Leistung verfügbar stehen, als Dauerstrom wird mit rund 20-30% der Maximallast gerechnet, in dem Fall also mit rund 4-6 kWh. Daher funktioniert die aktuelle Infrastruktur für flächendeckendes und gleichzeitiges Laden mehrerer Fahrzeuge nicht. Die Trafostationen sind nicht für solche Leistungen ausgelegt und es braucht Last-Managementsysteme. Ich kenne übrigens auch keine Tankstelle, an der 20 Fahrzeuge gleichzeitig tanken können, da fehlen die Zapfsäulen und auch die Pumpe würde die Leistung nicht schaffen.

Als KMU suchen wir deshalb nach Verbesserungsmöglichkeiten. Vor allem einfache Lösungen müssen her. Ein Ansatz ist die Solaranlage auf dem eigenen Dach. Damit kann zusätzlich Energie bereit gestellt werden während der Sonnenzeiten, jedoch darf man nicht die Kapazität des Hausanschlusses übersteigen.

Wie viel Leistung benötigt man genau?

Der Bürger legt durchschnittlich 35-37 km pro Tag zurück. Setzt man diese Fahrleistung mit dem Verbrauch eines E-Autos von rund 170 Wh pro km an, so ergibt das ein Bedarf von 6,3 kWh pro Tag. Das entspricht dem Energiebedarf eines Warmwasser Boiler mit einem Tagesverbrauch von 100 Liter. Stellen Sie den Boiler auf Solarthermie um und schon reicht die Energie für den durchschnittlichen Fahrbedarf eines Haushaltes.

Da wir meist 8-10 Stunden zuhause sind, ist es kein Problem diese Leistung über eine einfache Steckdose zu laden. Eine T13 Steckdose kann 10 A bei 240 V über mehrere Stunden leisten. Der Bedarf von 6.3 kWh kann mit einer Typ 13 Steckdose in rund 3 Stunden geladen werden. Um jedoch die Steckdose nicht übermässig zu belasten, empfehlen wir eine 16 A Absicherung und eine T23 oder besser noch eine CEE 16 Steckdose, ausgelegt auf 6h Last.

Was braucht ein Vielfahrer mit 300 oder mehr km Fahrleistung pro Tag? Der Energiebedarf von 300 km x 170 Wh ergibt 51 kWh, was beim Laden mit einer Haushaltssteckdose 22 Stunden dauert und dabei die Steckdose überhitzen würde. Das funktioniert nicht. Daher braucht es eine Ladeleistung von 3,7 (14 Stunden) oder 11 kWh (5 Stunden) um über Nacht das Fahrzeug komplett aufzuladen und vorzugsweise einen Batteriespeicher, um das Stromnetz zu entlasten.

Solar-Carport Design Skizze

Die meisten Menschen sind zwischen 17:00 und 18:00 Uhr nach der Arbeit wieder zu Hause. Wenn nun aber alle das Auto mit 11 kWh laden wollen und gleichzeitig noch kochen, waschen oder andere Aufgaben erledigen, wird es für die Trafostation ungemütlich.

Wer also die Sicherheit einer einwandfreien Stromversorgung braucht, muss sich mit dem Gedanken auseinander setzten, einen Batteriespeicher zu beschaffen. Dieser wird bei Sonnenschein über die Photovoltaik-Anlage geladen und die Energie später an das Auto oder in den Haushalt abgegeben. Das hilft dem Stromversorger die Netzschwankungen zu glätten und Sie haben eine zuverlässige Stromversorgung in Ihrer Liegenschaft.

Wer darauf wartet, dass unsere Netzbetreiber „das Problem schon lösen werden“, der wartet noch lange. Bereits heute fehlt der Swissgrid das Geld um die Förderprogramme von Solaranlagen zu entrichten. Woher sollten sie also das Geld nehmen, um Trafostationen flächendeckend aufzurüsten? Spinnen wir den Gedanken weiter, so ist klar, dass die Gebühren für die neue Infrastruktur angehoben werden muss, was der Amortisation von unserem Batteriespeicher zu gute kommt.

Lösungen müssen her!

Wir entwickeln gerade einen autonomen Solar Carport, welcher bei Sonne den Batteriespeicher lädt und abends für die Ladung Ihres Elektrofahrzeuges die Energie wieder abgibt. So können Sie sicher sein, dass Sie auch Solarstrom erhalten und tatsächlich umweltfreundlich fahren können.

In den Medien werden gerade die Strompreise der Ladesäulen debattiert und mit dem Hausstrompreis verglichen. Das ist etwa gleich, wie wenn man den Benzinpreis an der Zapfsäule, dem Rohöl-Preis gleichstellen würde. Die Tankstellen sind Investitionen, welche über den Benzinpreis amortisiert und unterhalten werden müssen und genau so ist es auch bei der E-Ladesäule. Sie müssen auch den Strom über die Laderegler entsprechend aufbereiten damit das Fahrzeug sicher geladen wird. Das kann man quasi der Raffinerie von Rohöl zu Benzin gleichsetzten. Auch da entstehen Verluste welche vom Verbraucher bezahlt werden müssen.

 

Bei der Auslegung wird es etwas komplizierter. Erst muss die Photovoltaik-Anlage auf den Verbrauch ausgelegt werden, damit ausreichend Energie bereit steht. Beim Speicher ist es entscheidend welche Stromaufnahme man für das Elektroauto benötigt. Nur wenige Speicher schaffen die Strom-Abgabe von 3,7 oder mehr KWh. Daher erarbeiten wir ein Gesamtsystem, welches all diese Punkte erfüllt.

E-Ladesäulen, E-Charger, Stromtankstelle, E-MobilityIn Kürze lesen Sie mehr über unsere Solar Carport Lösung mit integriertem Batteriespeicher und E-Ladestation. Wir hoffen, Ihnen bis Ende 2018 eine ausgereifte Lösung in unserem Online Shop anbieten zu können.

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