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Energie sparen zu Hause

Nachdem wir unser „Manifest“ der Autarkie erstellt haben, bekamen wir reges Feedback auch von Privatpersonen, welche Ihre Liegenschaft energetisch verbessern wollen.

Einige halten unseren Ansatz für komplett übertrieben, jedoch sollte man bedenken, dass jedes Watt im 24-Stundenbetrieb jährlich rund 2.- CHF an Energiekosten entspricht. Kleinste Mengen an Energie kumulieren sich über die Jahre, und Sie haben sicher bessere Ideen, ihr Geld zu nutzen, als unnütze Verbraucher zu finanzieren.

Daher wollen wir Ihnen hier konkret aufzeigen, welche Gedanken wir uns zum Wohnen gemacht haben und was wir umgesetzt haben. Verzicht auf Komfort motiviert niemanden was zu verändern, ein durchdachtes Lastmanagement jedoch kann zu Einsparungen und somit zur Kostensenkung führen, was sich auch positiv auf Ihre Nachhaltigkeit auswirkt.

Die Analyse

Was braucht man eigentlich alles an Geräten und Verbrauchern in den eigenen vier Wänden?

Im Bad:

Welche Verbraucher haben wir im Bad? Die Beleuchtung, meist über einen Spiegelschrank, kann einfach auf LED umgestellt werden, das spart bis zu 80 % Energie.

Elektrische Zahnbürste und kabelloser Rasierapparat haben sich längst durchgesetzt, doch enthalten beide Akkus. Deshalb macht es Sinn, diese mit Solarstromüberschuss zu laden. Dazu nutzen wir die Produktionsdaten der Wechselrichter, welche über ein Relais eine geschaltete Steckdose ansteuern, die sogenannte Solarsteckdose.

Der Haarföhn, der Lockenwickler und andere Verbraucher ohne Batterie benötigen eine Steckdose mit Dauerstrom, da wir ja auf Komfort nicht verzichten wollen.

In der Küche:

Die Küche ist längst zum Wohnraum geworden, und so finden sich dort auch fremde Verbraucher wie Ladegeräte von Handys und Tablets. Gekocht wird in vielen Haushalten nicht mehr nur zu den gewöhnlichen Tageszeiten, daher sollte Strom immer verfügbar sein. Beim Ersatz von Küchengeräten beachten Sie bitte den Energieverbrauch, so lassen sich auch langfristig Kosten senken. Geschirrspüler lassen sich programmieren. Laufen diese bei Sonnenschein am frühen Nachmittag, so kann der Strom-Peak der PV-Anlage genutzt werden, was den Eigenverbrauch steigert. Hat man keine PV-Anlage, so ist ein Betrieb mit Nachttarif kostensenkend.

Kühl- und Gefrierschränke müssen ebenfalls nicht 24 Stunden in Betrieb sein. Diese können je nach Bedarf auch mit Nachtabschaltung angeschlossen werden. Dumm nur, wenn diese einen Alarm haben, welcher sich bei Stromunterbruch lästig meldet. Viele Kaffeemaschinen sind ebenfalls programmierbar und bieten auch eine automatische Abschaltung. Diese sollte man ebenfalls nutzen, denn die Heizung darin ist ein Energiefresser.

Mit einem Induktionskochfeld lässt sich zusätzlich Energie sparen, da der Wirkungsgrad um einiges höher liegt.

Im Wohnraum und in den Zimmern:

Standby-Geräte sind Stromfresser, jedoch lassen sich leider nicht alle Geräte einfach wieder einschalten. Smart-TVs sind meist eher mühsam, da man sich nach jeder Abschaltung neu einloggen muss, was den Komfort einschränkt. Wir empfehlen, solche Geräte nicht vom Strom zu nehmen, da Komfort natürlich auch wichtig ist.

Internet-Router und Festnetztelefone können nachts gut vom Netz, das schont die Geräte und erhöht die Lebensdauer. Wer braucht denn während der Schlafenszeit schon das Internet? Zusätzlich senkt man so die Strahlenbelastung, und man schläft dadurch bestimmt nicht schlechter.

Im Wohnraum setzen sich immer mehr Akkugeräte durch. Staubsaugroboter und dergleichen sind auf dem Vormarsch. Diese Geräte können über eine sogenannte Solarsteckdose angeschlossen werden, welche nur bei Solarüberschuss Strom liefert und somit das Gerät auch nur mit Sonnenstrom geladen wird. Das erhöht den Eigenverbrauch und schont die Lebensdauer der Batterie im Gerät.

PC und Peripheriegeräte schalten wir über Steckleisten. So werden diese nur bei Gebrauch eingeschaltet und per Knopfdruck sind alle Produkte verfügbar.

Die Beleuchtung sollte fix geschaltet sein, da diese je nach Witterung und in der Nacht verfügbar sein soll.

Mit dem heutigen Drang zur Selbstdarstellung und Selbstoptimierung finden sich auch immer mehr elektronische Geräte wie Drohnen, Digitalkameras und Fitnessuhren. All diese Verbraucher schont man mit geschalteten Steckdosen, welche nur temporär Ladestrom bieten und vor Über- wie auch Unterladung schützen. Auch hier kann der Solarüberschuss verwendet werden.

Ähnliche Vorgaben gelten auch für alle Zimmer, Flure und das Treppenhaus.

Im Keller und der Garage

Im Keller hat man mehr Geräte, als die meisten vermuten. Akku-Elektrowerkzeuge finden sich fast in jedem Haushalt. Diese sind meist über Monate am Stromnetz oder liegen im Regal. Beides ist für den Akku nicht gut. Wird ein Akku über mehrere Monate nicht geladen, so geht er durch Tiefentladung kaputt, dasselbe gilt wenn er konstant 100 % geladen ist. Eine geschaltete Solarsteckdose bietet Abhilfe. So wird der Akku regelmässig geladen und hat in den Nachtstunden die Möglichkeit der Selbstentladung. Gleiches gilt auch für E-Autos, E-Bikes und Elektroroller.

Eine E-Ladestation ist eine feine Sache, so kann das Elektroauto bequem zu Hause geladen werden. OK, Sie haben noch kein Elektroauto. Sehen sie dennoch bei einer Installationsplanung vor, bereits die Vorabsicherung und den nötigen Platz bereit zu stellen, denn ein Elektroauto hat massive Vorteile bei Unterhalt und Betriebskosten. Durch eine eigene PV-Anlage verstärkt die E-Mobilität die Kostensenkung zusätzlich, da der Strom selbst genutzt werden kann, was sich lohnt. Stromüberschuss zu minimalen Vergütungen ins öffentliche Netz einzuspeisen dagegen ist kaum noch kostendeckend.

Eine LED-Beleuchtung mittels Bewegungsmelder zu schalten sorgt für automatisches Abschalten, damit das Licht nicht vergessen wird und die ganze Nacht oder gar mehrere Tage leuchtet.

Im Aussenraum:

Auch im Aussenraum macht es Sinn, Verbraucher auf Ihren Nutzen zu reduzieren und so Schaltungen aufzubauen. Aussensteckdosen und Steckdosensäulen werden im Winter kaum gebraucht und ein Abschalten erhöht die Sicherheit bei Regen, Schnee und Sturm. Der Rasenroboter oder die Teichpumpe sind ja nicht den ganzen Tag in Betrieb und können ebenfalls mit Solarüberschuss über eine geschaltete Solarsteckdose betrieben werden.

Die Weihnachtsbeleuchtung im Aussenraum lässt sich am einfachsten über eine Zeitschaltuhr regeln, auch eine solche Schaltung sollte eingeplant werden.

In der Waschküche:

Waschmaschinen und Trockner gehören nach wie vor zu den grossen Verbrauchern in Wohnungen. So ist bei der Beschaffung wichtig, den Energiebedarf der Geräte in den Kaufentscheid mit einzubeziehen. Wärmepumpentrockner sind zwar immer noch teuer aber lohnen sich auf lange Zeit durchaus. Beachtet man auch die Programmierbarkeit der Geräte, so können diese am Morgen befüllt und am frühen Nachmittag mit dem Strom-Peak der Solaranlage betrieben werden, während man auf der Arbeit ist.

Statt den Trockner zu benutzen, empfehlen wir die Wäsche wieder an die Leine zu hängen, wie es unsere Eltern und Grosseltern getan haben, das spart Energie und schont die Umwelt.

Wasseraufbereitung und Heizung

Für die Wasseraufbereitung gibt es viele Möglichkeiten. Am häufigsten sind bei Altbauten immer noch Elektroboiler oder Boiler, welche über die Öl-/Gasheizung betrieben werden. Muss eine Heizung den ganzen Sommer durch laufen, so ist das eher unwirtschaftlich, aber auch der Elektroboiler ist keine umweltfreundliche Alternative.

Bei ausreichend Dachfläche empfehlen wir die Solarthermie mit einem Heizstab als Unterstützung, welcher in den Wintermonaten die fehlende Wärme erzeugen kann. Hat man die Dachfläche bereits mit PV-Modulen belegt, so sind Wärmepumpen-Boiler eine echte Alternative.

Am besten jedoch sind Gesamtlösungen für die Heizung und das Warmwasser. Wärmepumpenlösungen für die Heizung mit integriertem Brauchwasserspeicher erhöhen den Wirkungsgrad, da der Wärmeverlust gering ist.

Wir selbst bauen gerade eine Wärmepumpe mit Solarthermie-Unterstützung, um so auch unseren Strombedarf in der Produktion zu entlasten. Solarthermie hat nach wie vor einen besseren Wirkungsgrad, als PV-Module, so lässt sich gerade auf kleineren Häusern mit einer Kombination mehr Energie gewinnen.

Die Solaranlage als Energie-Manager

Eine eigene PV-Anlage ist für die Nachhaltigkeit entscheidend. Egal wie ein Haus ausgerichtet ist und wie gross die Dachfläche auch ausfällt: Jedes einzelne PV-Modul bietet langfristig enorme Einsparungen, und der Gedanke, dass mein Haus mir die Energie für den täglichen Bedarf erzeugt, ist nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Gute Wechselrichter haben heute diverse Ein-/Ausgänge, welche Lasten oder Relais schalten können. Daher sollten Wechselrichter beschafft werden, welche keine komplexen Schaltungen bedingen und mir helfen meine Verbraucher je nach Nutzen zu regeln. Sicher gibt es heute ganze Haus-Server welche über Software alle möglichen Funktionen bieten und auch viele Abos bereit stellen. Als Techniker sind wir in den letzten Jahren aber immer mehr von hochkomplexen Schaltungen weggekommen und suchen wieder einfache und robuste Lösungen, bei welchen man nicht von Herstellern und Updates abhängig ist. Ein Haus wird mit einer Lebensdauer von mindestes 60-100 Jahren gebaut und so sollten auch Schaltungen und Technikkomponenten eine möglichst lange Lebensdauer haben. Ein klassisches Relais ist fast unzerstörbar und bietet diese Vorteile.

Sie fragen sich nun sicher, wie sie das alles schaffen sollen und wie man das Ganze umsetzt? Wie soll man nun all diese Optimierungen, welche oben aufgelistet sind realisieren?

Wir entwickeln gerade eine Hauptverteilung für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, welche diese ganzen Schaltungen und alle dazugehörigen Apparate beinhaltet, die jeder Elektroinstallateur versteht und bei ihnen umsetzen kann. Die Komponenten sind alle am Markt erhältlich und können auch durch Produkte unterschiedlicher Hersteller ersetzt werden. Unabhängigkeit ist ebenfalls wichtig.

Diese Hauptverteilung wird so aufgebaut, dass auch Vorbereitungen für die PV-Anlage, einen Hausspeicher, die E-Ladesäule und weitere Produkte wie Jacuzzi und Saunen fest verbaut sind. Sicherlich wird so eine Verteilung etwas mehr kosten, als eine einfache Lösung mit ein paar Sicherungen. Jedoch haben wir im Selbsttest unsere Energiekosten massiv gesenkt und können die Kosten in rund 4-5 Jahren amortisieren, bei einer zu erwartenden Lebenszeit von mindestens 10-20 Jahren. Alle aufgeführten Erweiterungen können zudem ohne grosses Eingreifen in die Verdrahtung angeschlossen werden. Auch das bietet langfristig Vorteile.

Um die Einsparungen auch sichtbar zu machen, ist in der Unterverteilung zusätzlich ein Smart-Meter verbaut, welches über eine App jederzeit den Energiebedarf sichtbar macht.

Die Sicherheit ist zentral, so sind alle Stromkreise FI-geschützt. Der Blitzschutz wird durch einen Überspannungsableiter vom Typ I – II sichergestellt, das ist kein Standard. Ein Blitzschutz leitet Überspannung bei einem Blitzschlag direkt in die Erdung um und sichert so Ihre Geräte. Dadurch ist der Brandschutz bei Blitzschlag wesentlich höher. Die Sicherheit Ihrer Familie und Ihrer Liegenschaft steht für uns an oberster stelle und da kennen wir keine Kompromisse.

Die Verdrahtung im Verteiler wird soweit mittels isolierter Stiftschienen und Steckkontakte umgesetzt. Schaltungen und Verbraucher können dadurch vom Installateur einfach umgesteckt werden und sind um einiges übersichtlicher aufgebaut, als herkömmliche Verteilungen. Wir haben auch in der Hauptverteilung und deren Verdrahtung einen Designanspruch.

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Elektrische Autarkie, was bedeutet das?

Den Strom selber zu produzieren und keine Energie über das Stromnetz zu beziehen, ist elektrische Autarkie. Das ist kaum zu schaffen, da auch Wechselrichter mit dem Stromnetz kommunizieren, indem sie die Netzfrequenz abstimmen müssen. Eine 100 %-Autarkie würde bedeuten, dass man den Stromüberschuss auch nicht einspeisen kann und vom Stromnetz komplett abgekoppelt ist.

Da man nicht jeden Tag gleichviel Energie benötigt und der Verbrauch auch zeitlich unterschiedlich ausfällt, benötigt man eine Batterie, sowie einen Hausanschluss um den Energiebedarf sicher zu stellen.

Sich vom Stromnetz abzukoppeln erachten wir als keine brauchbare Lösung, da wir mittels Energieüberschuss den Strom verkaufen können und somit eine bessere Amortisation unserer Investitionen erreichen. Zudem stellen wir so im Netz zusätzlichen Ökostrom bereit, welcher für unseren Konsum von extern hergestellten Produkten und Leistungen bereitsteht.

Wie viel Energie brauchen wir?

Diese Frage ist zwar zentral, kann aber kaum beantwortet werden, da Unternehmen ja wachstumsorientiert sind und daher neue Produkte, neue Verfahren und viele andere Einflüsse den Strombedarf beeinflussen. Den Ist-Zustand kann man anhand der Stromrechnung einfach ermitteln, Lastspitzen sind jedoch bei der Auslegung der Infrastruktur ebenso entscheidend.

Bei unserer PV-Anlage haben wir versucht, eine möglichst gleichmässige Last zu erzeugen, um den Eigenbedarf möglichst gut abdecken zu können. So helfen uns Relais, welche durch die einzelnen Wechselrichter anhand der Produktionsdaten die Lasten der Verbraucher schalten, die Autarkie zu erhöhen. Verbraucher, welche zwingend gebraucht werden, sind über Zeitschaltuhren geregelt und Server oder andere Geräte, welche eine 24-Stunden-Versorgung benötigen, sind mit zusätzlichen Notstrom-Lösungen geplant. So haben wir in der Produktion sogenannte „Solarsteckdosen“, die nur bei Sonnenschein und Überproduktion Strom liefern. Daran angeschlossen sind beispielsweise Ladegeräte und ähnliches. Durch diese Schaltung werden auch Akkus von Elektrowerkzeugen rein über Solarstrom geladen. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese nicht konstant am Ladestrom hängen und vor Tiefentladung verschont sind. Das erhöht die Lebensdauer der Akkus massiv, und unsere Mitarbeiter brauchen sich nicht darum zu kümmern.

Produkte wie Aussenbeleuchtung oder unsere Leuchtreklame wurden auf Autarkie geprüft und teils ganz vom Stromnetz entkoppelt. Alle Stromkreise wurden über mehrere Tage gemessen, analysiert und die Verbraucher auf Ihren Nutzen optimiert. Dieser Prozess wurde teils digitalisiert, damit wir die Übersicht behalten und laufend weiter optimieren können.PV-Anlage übersicht, Elektrische Autarkie, Sonnenkraft, Solarmarkt, Solaranlagen ABC

Eine grosse Herausforderung war der Boiler. Auch hier ist der Energiebedarf sehr unterschiedlich und verbrauchsabhängig. Erstens ist die Temperatur, welche uns vom Wasserwerk geliefert wird, immer unterschiedlich und der Verbrauch ebenso. Unser Boiler hat eine Maximal-Last von 6 kWh, kann aber auch ohmsch angesteuert werden. Da wir bei Schlechtwetter nicht an jedem Tag einen Energieüberschuss von 6 kWh sicherstellen können, muss der Boiler gedrosselt werden. Die optimale Heizleistung zu finden, war nicht einfach. An Regentagen scheint die Sonne auch mal ein paar Stunden stark und somit reicht der Überschuss kurzfristig, während an anderen Tagen die Spitzenleistung nicht ausreicht, und an wieder anderen Tagen haben wir mehrere Stunden perfekten Sonnenschein. Es ist schwierig die optimale Heizleistung zu ermitteln, welche bei jedem Wetter funktioniert. Wir haben uns gegen eine ohm’sche Überschussaufladung mittels OhmPilot von Fronius entschieden, da der Wirkungsgrad der Warmwasseraufbereitung schlechter ausfällt. Zudem sind die Installationskosten mit rund 800.- CHF kaum zu amortisieren. Dagegen war eine Relaissteuerung mit einem gebrauchten Relais, welches über den Wechselrichter direkt angesteuert wird, um ein vielfaches wirtschaftlicher.

So heizen wir den Boiler in den Sommermonaten mit 2,7 kWh und in den Wintermonaten mit 1,5 kWh, damit wir nicht kalt duschen müssen. Die Umstellung erfolgt jeweils Ende November und Anfang April und bedingt ein kurzes Umschalten am Boiler-Anschluss. Auch wurde der Boiler so dimensioniert, dass er mehrere Tage reicht, damit wir Schlechtwetter bestmöglich überbrücken können.

Erstaunlicherweise konnte durch all die aufgeführten Massnahmen auch der Strombedarf an den Wochenenden und in der Nacht massiv reduziert werden, was uns hilft, mit einer eher kleinen Batterie durchzukommen.

Verbraucher auf Ihre Nutzung reduzieren

Gruppe 1: Verbraucher mit Planbarkeit oder eigenem Akku/Speicher

Dazu gehören beispielsweise der Wasserboiler, Akku-Ladegeräte für Maschinen und Apparate, das Elektroauto, Druckluft, unsere Druckanlage für Industriedrucke, Transferdrucker, Plattenfräse, Schneideplotter, Waschmaschine, Geschirrspüler und mehr.

Diese Produktgruppe benötigt nicht immer Energie, und die Prozesse können anhand der Wetterdaten einfach geplant werden. Bei einem Boiler kann über Temperaturreduktion auch viel Energie eingespart werden.

Gruppe 2: Verbraucher für den normalen Arbeitstag/Alltag

Zu dieser Gruppe gehören PCs, Peripheriegeräte wie Bildschirme, Drucker, Handys, Beleuchtung, Kühlschrank, Gefriertruhe, Lüftung, Telefonanlage und Internet-Router.

Diese Produkte müssen während der Arbeitsstunden verfügbar sein und werden bei Nichtgebrauch, in der Nacht oder an Wochenenden über Zeitschaltuhren, Bewegungsmelder oder über Hauptschalter vom Netz genommen. Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder entlasten auch Mitarbeiter.

Gruppe 3: Sicherheitsrelevante Verbraucher mit 24 h Betrieb

Dazu gehören Produkte wie Server, Alarmanlage und die Notbeleuchtung.

Diese Produktgruppe wird teils sogar mit Notstrom gesichert, sogenannte USV.

Gruppe 4: Autarke Installationen

Produkte wie Aussenbeleuchtung, Teichpumpe und auch unsere Leuchtreklame haben wir komplett autark gebaut. Diese Produkte sind nicht mehr am Stromnetz und funktionieren über ein eigenes Solarmodul und eine Batterie. Derzeit prüfen wir auch, Innenbeleuchtungen über alte Autobatterien autark anzuschliessen. Erste Erfolge zeichnen sich ab. Autobatterien im Innenraum haben bessere Betriebsbedingungen, da sie keinen Temperaturschwankungen unterliegen. Gebrauchte Autobatterien erhalten zudem eine Second-Life-Chance, was zusätzlich Ressourcen schont. Das einzige Problem der Batterien ist die Zyklus-Sicherheit. Die Batterien altern rasch, können aber in Garagen meist gratis abgeholt und einfach ersetzt werden.

Die Vorteile der Schaltungen, Intelligenz

Durch die Auslegung dieser Gruppen war es uns möglich, mit einem kleinen Speicher unsere Autarkie auf über 90 % anzuheben. Durch die laufende Analyse und Optimierung steigt der Autarkiegrad laufend an.

Um den Energiebedarf zu optimieren, haben wir nun zusätzlich die Nordwest-Seite unseres Dachs mit PV-Modulen ergänzt. So haben wir im Durchschnitt eine Stunde länger Stromproduktion, was die Batterie entlastet.

Da wir auf Langlebigkeit setzen, haben wir unsere Schaltung direkt über die Wechselrichter gesteuert, also ohne externe Software. Fronius bietet potenzialfreie Schaltkontakte direkt am Wechselrichter, sowie IOS-Schnittstellen, welche digitale Ein-/Ausgänge haben. Durch die vier Wechselrichter haben wir also über 40 einzelne Schaltmöglichkeiten, wovon wir gerade mal 10 aktiv nutzen. Alle Schaltungen lassen sich über die Produktionsdaten ansteuern. Die Relais werden zentral über eine Fi-Sicherung geschaltet, so lassen sich alle Verbraucher während der Urlaubszeit per Knopfdruck ausschalten.

Die Batterie und das E-Auto als Puffer

Es ist wichtig, dass wir in den Morgenstunden einen ersten Ladestrom in die Batterie bringen, um so über den Tag gerade bei Bewölkung mit dem Batteriestrom Spitzenlasten abzufangen. Wenn also die Sonne nicht ausreichend Energie erzeugt und wir beispielsweise eine Fräse oder den Kompressor benötigen, bietet die Batterie Energie für die Spitzenlast. So können wir die Unterschiede der Tagesproduktion abfangen und auch bei Schlechtwetter möglichst autark sein. Ein weiteres Problem bei Sonnenschein ist, dass am Mittag Energieproduktionsspitzen anfallen. Wir haben beispielsweise das Laden vom E-Auto auf die Mittagszeit programmiert, da es mit rund 5-11 kWh die Einspeisespitze in der Mittagszeit glättet. Wenn das Auto aber vollgeladen ist, was dann? So müssen wir die Batterie nutzen um zusätzlich die Stromkurve zu glätten. Die Batterie darf also in den Morgenstunden nicht vollgeladen werden.

Die Wohnung im Firmengebäude hilft der Planung (Vektorkopplung)

Da wir auch eine Einliegerwohnung haben, werden Verbraucher wie Geschirrspüler und Waschmaschine an sonnigen Tagen genutzt, um Energiespitzen abzufangen. Diese Verbraucher werden am Morgen programmiert und laufen zwischen 11:00 und 16:00 Uhr.

Im Winter kann der Energieüberschuss für die Wärmepumpe oder zur Heisswasser-Aufbereitung genutzt werden.

Stromglättung bringt den entscheidenden Vorteil

Die Glättung des Strombedarfs hilft nicht nur unserer Autarkie, auch die EW’s profitieren davon, da sie weniger Lasten zu regeln haben und somit die Trafostation entlastet wird. Phasenkopplung ist auch nicht unwichtig. So haben wir unsere Stromphasen analysiert, um die einzelnen Phasen gleichermassen auszulasten. Das bedingt einen Umbau der Unterverteilung, ist aber problemlos machbar. Um unsere Zuleitung zu schonen und eine übermässige Energieeinspeisung zu vermeiden, haben wir eine Einspeisebegrenzung implementiert. Das ist zwar nicht erstrebenswert, da durch Abriegeln der Stromproduktion nicht nur Energie, sondern auch ein Teil des Ertrages verloren geht. Nur so können wir jedoch eine sichere Stromversorgung gewährleisten, da insbesondere in den Ferien keine Verbraucher am Mittag betrieben werden.

Die Solaranlage wurde auf die Südost und Nordwest-Dachfläche verteilt, so ist die Energiespitze nicht ein kurzfristiger Peak. Dieser verteilt sich gleichermassen von 11:00-16:00 Uhr und bietet so eine gleichmässig hohe Stromproduktion. Durch die Südost-Seite haben wir in den Morgenstunden bereits früh Solarstrom und am Abend bietet die Nordwest-Seite ebenfalls eine lange Eigenversorgung. Den besten Wirkungsgrad erreicht man auf der Südseite. Nur, was nutzt eine maximale Leistung in den Mittagsstunden, wenn man in der Zeit die Energie nicht nutzen kann?

Unsere Installation:

  1. Wechselrichter Fronius Symo Hybrid 5.0 mit Batterie LG Chem RESU 10, 1 MPP-Tracker und 2 Strings, Nennleistung 4,68 kWp, Module 260 Wp Viessmann. Ausrichtung: Südost
  2. Wechselrichter Fronius Symo 17.5, 2 MPP-Tracker und 6 Strings, Nennleistung 17,93 kWp, Module 260 Wp Viessmann. Ausrichtung: Südost
  3. Wechselrichter Fronius Symo 12.5, 2 MPP-Tracker und 5 Strings, Nennleistung 11,42 kWp, Module 260 Wp Viessmann. Ausrichtung: 3 Strings Südost / 2 Strings Nordwest
  4. Wechselrichter Fronius Symo 12.5, 2 MPP-Tracker und 4 Strings, Nennleistung 12,1 kWp, Module 275 Wp JaSolar. Ausrichtung: 3 Strings Südost / 2 Strings Nordwest

Die Batterie

Batterien benötigen mehrere Sekunden Zeit, um vom Lade- zum Entladestatus zu schalten, daher macht es Sinn, eine Batterie möglichst langsam zu laden, damit möglichst wenige Schaltzyklen entstehen. Während der Schaltung wird eine geringe Menge an Netzstrom benötigt, um den Lastwechsel zu überbrücken. Das beschneidet unsere Autarkie. Auch schont eine langsame Ladung die Batterie und erhöht die Lebensdauer.

Wechselrichter mit direktem Batterieanschluss, zur Ladung von sogenannten DC-Batterien (Gleichstrom), sind aktuell eher leistungsarm. Fronius bietet derzeit nur einen 5 kWp-Wechselrichter mit einem DC-Batterieanschluss.

Bei Installationen von mehreren Wechselrichtern neigt man dazu, die Batterie in den Morgenstunden maximal zu laden. Das bedeutet jedoch, dass der Strom aller Wechselrichter erst vom PV-Modul in’s Wechselstromnetz gewandelt werden muss (Wirkungsgrad rund 96%), danach wieder über den Gleichrichter in die Batterie geladen wird (Wirkungsgrad rund 94%). Bei Gebrauch der Energie aus der Batterie muss erneut über den Wechselrichter der Strom in Wechselstrom gewandelt werden (Wirkungsgrad rund 96%), damit er in der Steckdose nutzbar wird. Jeder Wandel erzeugt Verlustleistung, somit reduziert man den Gesamtwirkungsgrad um insgesamt rund 12-15 %, was bedeutet, dass die PV-Anlage grösser ausgelegt werden muss und somit die Gesamtinvestition entsprechend höher ausfällt.

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Der zweite Wechselrichter wird im Bild beispielsweise mit -286 W angezeigt. Das bedeutet, dass er von den anderen Systemen über das AC-Netz (Wechselstrom) Energie bezieht, um die Batterie zu laden, was mit Verlusten verbunden ist.

Ein intelligentes Batterie-Management priorisiert daher die Ladung aus dem Wechselrichter, welcher direkten DC-Strom vom Solarmodul zur Batterieladung nutzt, bietet jedoch bei Schlechtwetter die Möglichkeit, auch andere Wechselrichter zur Ladung zu nutzen. Mit dem 5 kWp-Fronius-Wechselrichter würden wir bei Schlechtwetter die Batterie nicht voll bekommen.

Daher haben wir ein gestaffeltes Laden und Entladen analysiert und umgesetzt (Optimierungen finden laufend statt).

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In der Tabelle werden je nach Tageszeit unterschiedliche Lade- und Entlade-Leistungen eingetragen, damit das Ganze möglichst reibungslos funktioniert. Auch hier sind noch Veränderungen und Anpassungen nötig, um eine möglichst hohe Autarkie über das ganze Jahr sicherzustellen. Durch die Veränderung konnten wir den Wirkungsgrad der Batterieladung um über 7 % verbessern, was uns täglich mindestens 700 Wh Energie spart. Der Jahresertrag bei Einspeisung verbessert sich daher um rund 18.- CHF und bei Eigenbedarf um bis zu 52.- CHF. Somit liegt der genaue Ertrag irgendwo dazwischen. Er ist auch für die Amortisation der Batterie mit rund 500.- CHF in den 15 Jahren durchschnittlicher Betriebszeit nicht unerheblich.

Was kostet die Autarkie?

Die Gesamtinvestition lag bei rund 75’000 CHF. Die Förderung betrug rund 28’000.- CHF und die Steuererleichterung nicht ganz 15’000.- CHF. Es bleibt eine effektive Investition um die 32’000.- CHF. Man muss dazu sagen, dass wir auch viel Eigenleistung hineingesteckt haben und die Schaltungen selber mit gebrauchten Relais umgesetzt haben.

Durch die Analyse konnten wir ohne grosse Veränderungen massiv Energie einsparen. Mit der PV-Anlage erreichen wir eine jährliche Stromkostenreduktion von rund 5000 – 6000.- CHF. Die Elektromobilität wird ebenfalls vom Dach bereitgestellt, was zusätzlich rund 5000.- CHF Benzin oder Diesel pro Jahr einspart. Der jährliche Energieüberschuss, welcher uns vergütet wird, liegt je nach Wetter zwischen 1800 – 2500.- CHF pro Jahr. Somit ist eine Einsparung um die 12’000.- CHF realistisch.

Eine Amortisation von drei Jahren ist auch für Industrieanwendungen eine top Rendite, zudem haben solche Investitionen bei geringem Unterhalt eine Lebenserwartung von rund 40 Jahren.

Bei privaten Solaranlagen sehen wir diese Schritte auch als Altersvorsorge, da durch Strompreiserhöhungen (Durchschnitt der letzten Jahre rund 4 % p.a.) und sinkende Zinsen kaum ein Rentenfond solche Renditen bietet und uns im Alter durch Autarkie mehr Geld zum Leben übrig bleibt.

Energetische Autarkie bedingt etwas Planung

Um das Ziel einer möglichst hohen Energetischen-Autarkie zu erreichen, berücksichtigen wir den Wetterbericht bei unserer Produktionsplanung. Das war zu Beginn ein grosses Thema und führte intern zu heftigen Diskussionen. Jedoch merkten wir rasch in der Umsetzung, dass es unsere Prozesse gar nicht so stark beeinträchtigt, wie vermutet. Eigentlich ist es eine Periode von Anfang Dezember bis Ende Februar, wo es uns an manchen Tagen etwas einschränkt. Da wir im Investitionsgüterbereich unterwegs sind und bei vielen Kunden das Budget in der Zeit noch nicht bereitsteht, ist das eher eine ruhige Zeit, und somit gut machbar.

Auszug digitale Energieüberwachung

Monatsanalyse

Die beiden Grafiken zeigen die Energieproduktion und den Verbrauch unserer Unternehmung. Grün stellt den Energieüberschuss dar, grau den direkten Verbrauch, gelb ist die Batterieladung und rot zeigt den externen Strombezug. Wir zeigen hier einen durchschnittlichen Monat, wie den März 2019. Wie unschwer zu erkennen ist, sind die Verbraucher bestmöglich in die Solarproduktion eingebunden. So sind wir auch an Regentagen wie dem ersten, dem 14. oder 15. März 2019 kaum auf externen Strom angewiesen, da wir an diesen Tagen auf Büroarbeit umstellten.

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Unserem Verbrauch im März 2019 von ca. 930 kWh steht die Energieproduktion von rund 3100 kWh gegenüber. Der Eigenverbrauch liegt bei 30 %. Was für einen März sehr gut ist. Die elektrische Autarkie lag bei 99 %, wir haben lediglich 9.6 kWh aus dem Stromnetz bezogen. So stellen wir auch sicher, dass die Energie in den Wintermonaten ausreicht. Betrachtet man die roten Balken mal genau, so finden die externen Energiebezüge nicht an den Regentagen statt. Sie sind oft auf grosse Lastwechsel in der Produktion zurückzuführen und das meist an sonnigen Tagen. Auch hier braucht es noch Optimierungen.

Tagesanalyse

Eigentlich wollten wir den 21. März aufzeigen, da dies der Tag der Sonnenwende ist. An dem Tag war aber das Wetter zu schön um die Details sichtbar zu machen. Daher nutzen wir den 19. März 2019, ein leicht bewölkter Dienstag, der eine optimierte Energieplanung sichtbar macht. Lediglich die Batterieladung ist zu dem Zeitpunkt noch nicht optimiert und lädt am Morgen komplett auf. Gut ersichtlich ist jedoch, wie gleichmässig unser Eigenverbrauch auf den Tag verteilt ist und wir nahezu alle Verbraucher direkt über den Energieüberschuss der PV-Anlage nutzen.

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Die Autarkie liegt an dem Tag bei 99 % und der Eigenverbrauch bei 29 %. Das eine Prozent, welches bei der Autarkie verloren geht, liegt am Frequenzabgleich der Wechselrichter, welche regelmässig mit dem Netz abgeglichen werden und so geringe Mengen an Strom beziehen. Zudem sehen wir in den Morgenstunden (gelber Punkt) einen kurzen Unterbruch der Batterie, ja auch sowas gibt’s.

Der genaue Netzbezug an dem Tag lag bei 0,23 kWh. In Franken: Um die 6 Rappen.

Grundsätzlich sprechen wir in unserem Betrieb von einer Autarkie um die 90%, das ist kein „Tiefstapeln“, sondern hat damit zu tun, dass wir im vergangenen Winter bei einigen Annahmen falsch lagen und so der Autarkie-Faktor negativ beeinträchtigt wurde. Diese Punkte wurden rasch korrigiert, so dass wir im aktuellen Jahr mit einer Autarkie um 94 % rechnen.

Weitere CO2-Reduktionen stehen an, wie weitere Elektroautos und der Ersatz unserer Heizung mittels Wärmepumpe und Solarthermie. Auch diese sollen autark betrieben werden und so wird sich unsere Optimierung noch weiterziehen müssen. Dazu wurde die PV-Anlage bereits diesen Juli erweitert, um ausreichend Energie bereitzustellen. Auch eine Windkraftanlage mit 2,3 kWp wurde im 2018 installiert. Da es jedoch immer noch keine Gesetzesgrundlage gibt, eine Windkraftanlage auf das Dach zu bauen, musste diese wieder rückgebaut werden. Es wäre eine super Ergänzung, da bei Schlechtwetter und geringer Sonneneinstrahlung meist ausreichend Wind ansteht für die Grundversorgung.

Einfach nur die Heizung umzubauen, ist auch kein Garant für eine energetische Verbesserung. Die Energiemenge ist entscheidend! So wurde erst die Gebäudehülle untersucht und es wurden Isolationen verbessert. So wurde im 2018 in der Produktion die Fensterfront mit dreifacher Verglasung erneuert. Weitere Verbesserungen stehen noch an. Eine bessere Gebäudehülle reduziert die Heizleistung und somit kann eine kleinere Wärmepumpe eingesetzt werden. Das senkt die Investition und schont auch die Umwelt.

Ein weiterer Schritt ist die Wärmepumpe mit zusätzlicher Solarthermie zu koppeln. So reduzieren wir den Strombedarf und können in der Übergangszeit mit reiner Solarthermie heizen. Dazu wurden 20 m2 Dachfläche vorgesehen. Was reichen sollte, einen 5000 Liter Wärmespeicher in der Übergangszeit warm zu halten.

Der integrierte Brauchwasserspeicher ersetzt dann auch unseren heutigen Elektroboiler was zusätzlich um 3-6 kWh pro Tag Energieeinsparung bedeutet und somit unsere Autarkie verbessert.

CO2-Neutral sind wir rechnerisch bereits heute, CO2-frei zu werden, ist das Ziel.

Wollen auch Sie Ihren Betrieb nachhaltiger gestalten,

kennen sich aber mit der Materie nicht aus? Dann lassen Sie sich auch von Energie Schweiz inspirieren und ziehen Sie einen Berater aus dem Programm PEIK hinzu.

 

Lithium aus Lateinamerika: Umweltfreundlicher als gedacht

Lithiumabbau und seine Folgen

Lithiumabbau ist umweltfreundlicher, als von den meisten Medien dargestellt.

Eine neue Studie aus dem Jahr 2019 belegt, dass der Lithiumabbau viel weniger Wasser verbraucht, als bisher angenommen. In den sozialen Medien werden laufend Berichte und veraltete Studien publiziert, welche die Elektromobilität schlecht darstellen, da die Batterien angeblich enorme Mengen an CO2 freisetzen und auch der Lithiumabbau massive ökologische Folgen haben soll. Diese CO2-Studien sind längst widerlegt, denn der ökologische Fussabdruck hängt hauptsächlich vom Strommix der produzierenden Länder ab. Würde mehr erneuerbare Energie zur Herstellung der Lithium-Ionen-Batterien genutzt, so könnte die Herstellung weitgehend CO2-frei erfolgen.

Lithiumabbau-Gebiete

Lithium wird aktuell in Bolivien, Chile und Argentinien abgebaut und ist wohl der wichtigste Rohstoff von Lithium-Ionen-Batterien. Sicherlich sind auch noch andere Metalle für eine funktionierende Batterie erforderlich wie z. B. Kobalt, Aluminium, Kupfer und Graphen. All diese Materialien werden bereits heute aus defekten Batterien zu über 96 % rezykliert.

Eine Dokumentation von Harald Lesch (ZDF) berichtete unter dem Titel „Der wahre Preis der Elektroautos“ über den Lithiumabbau. Dabei wurde über eine wilde, nicht angemeldete Kobaltmine berichtet. So sei der Abbau von Lithium in der Atacama-Salzwüste enorm umweltschädigend, da 21 Millionen Liter Grundwasser täglich verdunsteten und so enorme ökologische Schäden entstünden. Die Bauern in der Region fürchteten um Ihre Existenz, da die Rinderzucht durch den sinkenden Grundwasserspiegel gefährdet sei und der Boden und somit auch die Fauna komplett austrocknen würde.

Die Verantwortung wurde dabei alleine der Elektromobilität zugeschrieben, obwohl aktuell nur rund 30% des Lithiums für die Herstellung von Akkus verwendet wird. Der Rest des Lithiums wird für die Glas-, Keramik- und Schmiermittel-Industrie benötigt. Den grössten Bedarf an Lithium-Ionen Akkus hat aber immer noch Mobilelektronik, wie z. B. Laptops und Smartphones. Sicherlich wird der Bedarf für Hausspeicher und Autospeicher bald stark anwachsen.

Bislang wurde aus einer Studie von 2011 zitiert, in welcher zwei Millionen Liter Wasserbedarf pro Tonne Lithium angegeben wurden. Dieser Wert basiert auf einer Schätzung von Fernando Díaz, einem forensischen Geologen der Universität Buenos Aires. Es wurde angenommen, dass der Lithiumanteil in der Sole sehr gering ist, was jedoch an den unterschiedlichen Abbauorten stark variiert. So sind die Lithiumanteile in der Salar de Atacama viel höher, was den Brauchwasseranteil um ein vielfaches senkt. Rechnen wir nun die Schätzung von Fernando Diaz anhand des höheren Lithiumanteils in der Sole hoch, so sind es noch 0,4 Tonnen Wasser pro Kilogramm Lithium.

Weiter wird in dem Artikel auch nicht erwähnt, dass ein grosser Teil des Lithiums auch aus Australien kommt, wo das Lithium aus Feststoffen gewonnen wird. Dort ist der Wasserbedarf um ein vielfaches geringer, das aber nur am Rande.

Um auch den Kritikern etwas mit auf den Weg zu geben: Das verdunstete Wasser ist nicht verloren! Es gelangt in unsere Atmosphäre und fällt als Regen wieder zu Boden, somit ist das Wasser nicht verbraucht, sondern nur örtlich verschoben.

Was bedeutet das für unsere E-Mobilität?

Nach Rückfrage bei Tesla wurden in unserem Modell S 85P aus dem Jahr 2016 12 kg Lithium verbaut, was laut der obigen Annahmen einer Wassermenge von 4800 Liter entspräche. Auf die durchschnittliche Lebenszeit und die Fahrleistung des Fahrzeugs umgerechnet, benötigt man vermutlich mehr Wasser für die Autowäsche. Die 12 kg Lithium entsprechen rund 300 – 400.- CHF Rohstoffkosten. Wir sind überzeugt, dass viele Menschen bereit wären, für Ihr Fahrzeug etwas mehr zu bezahlen, wenn sichergestellt wäre, dass durch die Fahrzeugherstellung keine langfristigen Umweltschäden entstehen. Fair Trade beim Auto ist bestimmt eine Marktlücke!

Lithiumabbau in Latheinamerika, Bolivien

Ist nun die Fauna im Abbaugebiet gefährdet?

Durch den Abbau der Sole mit dem enthaltenen Lithium kann der Grundwasserspiegel sinken. Die Anliegen und Befürchtungen der Bauern sind nachvollziehbar. Man sollte dabei bedenken, dass der Lithiumabbau genau wie der Bergbau funktioniert. So wird in den meisten Kohlebergwerken und Minen ein Vielfaches der für die Atacama-Wüste genannten 21 Millionen Liter Wasser pro Tag benötigt. Dennoch sind Bestrebungen im Gange, den Wasserbedarf beim Lithiumabbau nachhaltiger zu organisieren. Aus Flüssen wird Wasser herbeigepumpt, und auch die Sole wird nicht komplett ausgetrocknet. Das Lithium wird aus der feuchten Sole extrahiert und viele Unternehmen pumpen die Sole danach wieder zurück in die Erde. Das stabilisiert den Grundwasserspiegel und schont die Fauna. Man darf auch nicht vergessen, dass noch weitere wertvolle Rohstoffe in der Sole enthalten sind. Entnimmt man das Wasser kontrolliert, so bietet der Lithiumabbau sogar Trinkwasser für die Region. Das würde die Ökobilanz massiv verbessern und es wären sogar Aufforstungen denkbar, welche CO2 langfristig binden. Sicher gibt es in jeder Branche schwarze Schafe, welche nur am Gewinn interessiert sind und Umweltvorschriften umgehen. Dennoch sollte man die Chance einer nachhaltigen Mobilität nicht durch die Machenschaften einzelner Unternehmen verstreichen lassen. Als bedenklich erachten wir die ZDF-Reportage, welche die Entwicklung der E-Mobilität durch falsche Fakten zurückgeworfen hat. Wir als E-Mobilisten mussten uns nach diesem TV-Bericht laufend rechtfertigen und wurden von Benzin- und Dieselfahrern sogar als Umweltsünder bezeichnet.

Verzichten wir nun auf die neue Technologie, so haben wir durch die globale Erwärmung, die durch den enormen CO2-Ausstoss unserer aktuellen Mobilität täglich entsteht, einen weltweiten Temperaturanstieg. Dieser Effekt wird den Bauern in der bereits heute sehr heissen Salzwüste massiv zusetzen. Das „Nichtstun“ gefährdet die Existenz dieser Bauern am meisten.

Photovoltaik Anlage Ökobilanz, Sonnenkraft, Solarenergie, Sonnenenergie

Ökobilanz Photovoltaik

Ökobilanz von Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik-Anlagen verursachen während des Betriebs keine klimaschädigenden Emissionen, benötigen jedoch für die Herstellung elektrische Energie. Daher sind Photovoltaik-Anlagen nicht CO2-frei.

Entscheidend ist der Strommix und der daraus resultierende CO2-Ausstoss bei der Herstellung von Solarmodulen, der Wechselrichter und der Montageteile. Da immer noch viel Energie mittels Kohle erzeugt wird, stehen beinahe alle Produkte, welche zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, wie Solarzellen und Batterien, laufend in der Kritik, Umweltschäden mit zu verantworten. Das Problem dafür liegt aber nicht bei den Produkten selbst, sondern daran, dass die Politik nach wie vor an Kohlekraftwerken und an Atomstrom fest hält. Die Angst vor Veränderung sitzt offensichtlich zu tief.
Man spricht dauernd von Arbeitsplätzen in der Kohleindustrie, gleichzeitig hat man durch die Beendigung der Förderungen in der Solartechnologie ein vielfaches an zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen geopfert. Die nachhaltige Energieproduktion bietet ein enormes Potenzial an neuen Arbeitsplätzen.

Umweltabkommen werden unterzeichnet, doch fehlt es nach wie vor an der konsequenten Umsetzung.

Aus welchen Materialien bestehen Solarmodule?

Solar-Module werden aus dem Rohstoff Silizium hergestellt, welcher eine sehr hohe Reinheit benötigt. Daher muss das Silizium mehrfach umgeschmolzen und mit einem Halbleitermaterial legiert werden. Silizium ist das zweithäufigste Element der Erde und wird aus Quarzsand gewonnen. Die Lötstellen der einzelnen Zellen sind aus bleifreiem Lötzinn. Die Oberfläche der Solarzellen wird durch ein gehärtetes Glas vor der Witterung geschützt. Die gängigen Module haben einen Rahmen aus Aluminium, welcher zur Befestigung benötigt wird. Für die Montage auf dem Dach werden meist Aluminiumprofile und Stahlverschraubungen eingesetzt. Wechselrichter sind elektronische Anlagen, welche aus Stahl und Kupfer hergestellt sind. Zuleitungskabel bestehen aus Kupferlegierungen.

Die erwähnten Materialien können nach der Betriebszeit von rund 30-40 Jahren grösstenteils wieder rezykliert und aufbereitet werden. Mehr dazu finden Sie unter „PV CYCLE“

PV-Anlage, Photovoltaik Anlage Ökobilanz

Die Gestehungs- und Recyclingenergie von Photovoltaik-Anlagen ist je nach Wirkungsgrad der Gesamtanlage nach 1-3 Jahren durch die Stromerzeugung amortisiert. Dieser Wert gilt für Anlagen, welche in der Schweiz und in Mitteleuropa installiert sind. Danach produzieren Solaranlagen emissionsfrei rund 40 Jahre lang Energie. Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sind während ihrer gesamten Betriebsdauer auf die Zufuhr nicht erneuerbarer Energien angewiesen.

Die Stromerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen, kann in den nächsten Jahren bereits bis zu 20 % des Strombedarfs erreichen. Weltweit steigt der Anteil an Solar- und Windenergie laufend. Solarmodule und die dazu benötigten Rohstoffe werden hauptsächlich in USA, Europa und Asien hergestellt, somit wird auch die Umweltbelastung bei der Herstellung der Solarmodule durch den höheren Anteil an erneuerbarer Energie immer geringer, was die Ökobilanz von PV-Anlagen stetig verbessert.

Erwähnenswert sind Dünnschicht-PV-Module:

Im Ausland werden oft auch Dünnschicht-PV-Module, welche Cadmium-Tellurid (CdTe) enthalten, eingesetzt. Für den Rückbau und das Recycling dieser Dünnschichtmodule gelten besonders strenge Anforderungen, da das Recycling nicht ganz unproblematisch ist. Normale Siliziummodule sind unproblematisch.

Stellt schlechtes Wetter ein Problem für unsere Stromversorgung dar?

Solarstrom hat ähnliche Probleme, wie die Atomkraft. Da die Sonne nachts nicht scheint, braucht es Speichermöglichkeiten für die elektrische Energie. Beinahe das gleiche Problem haben wir heute mit den AKWs: Da man diese in der Nacht nicht einfach rasch abschalten kann, muss die überschüssige Energie mittels Pumpspeicherkraftwerken in Stauseen gepumpt werden. Am Tag, wenn mehr Energie benötigt wird, liefern die Wasserkraftwerke den zusätzlichen Strom. Das bedeutet, dass Wasserkraft eben auch nicht ganz frei von Umweltbelastung ist.

Ähnlich funktioniert es auch mit Solarenergie. Bei starkem Sonnenschein wird der Überschuss in die Stauseen gepumpt und bei schlechtem Wetter kann die Energie über Wasserkraft genutzt werden. Zusätzlich benötigen wir weitere Speichermedien wie Batteriespeicher und „Power to Gas“-Lösungen. Ein „Smart Grid“, sprich ein intelligentes Stromnetz, bietet zudem die Möglichkeit, den Strombedarf besser zu koordinieren und so Verbraucher optimal zu regeln, was mehr Netzstabilität und somit eine bessere Nutzung der erneuerbaren Energien bedeutet.

Auslegung einer Solaranlage

Grundsätzlich liegt ein Irrtum vor, was die Montage einer Solaranlage betrifft.

Die meisten „Solateure“ leben vom Verkauf der Solarmodule, so werden ganze Süddächer mit Solaranlagen vollgestopft und die maximale Fläche wird belegt. Maximale Leistung scheint wie ein Wettbewerb zu sein. Aber braucht das der Käufer wirklich?

Immer wieder treffen wir Menschen, welche uns erzählen, dass Ihr Dach sich nicht für Photovoltaik eigne, da sie eine Ost-West-Ausrichtung des Satteldachs haben und sich so eine Solaranlage nicht lohne.

Hier sehen wir enormen Aufklärungsbedarf.

Was nutzt uns eine enorme Energiespitze zu Mittagszeit, wenn man unter der Woche den ganzen Tag auf der Arbeit verbringt?

Bei den meisten Menschen spielt sich doch der Tag so ab, dass Sie morgens Ihre Rituale mit Kaffee und den Gang ins Bad zwischen 06:00-08:00 Uhr erledigen und anschliessend das Haus verlassen, um ihrem Job nachzugehen. Einige kommen am Mittag zurück zum Essen, andere erst am Abend gegen 17:00-19:00 Uhr.

Das schreit doch förmlich nach einer Ost-West-Belegung der Solaranlage, da die Sonne im Osten aufgeht und so am Morgen meine Kaffeemaschine mit Solarstrom versorgen kann. Danach habe ich auch ausreichend Strom, um beim Verlassen des Hauses noch die Geschirrspülmaschine oder eine Waschmaschine laufen zu lassen. Die Westausrichtung garantiert mir die Energieversorgung in den Abendstunden. Am Mittag werden beide Dachflächen reduziert beschienen, so dass ich auch da ausreichend Energie habe, um meine Küche zu betreiben.

Das zeigt, dass nicht die Effizienz der Photovoltaik-Anlage im Vordergrund stehen sollte, sondern eine möglichst hohe Autarkie. Da wir für die Stromeinspeisung nicht mal 50 % vom Netztarif erhalten, macht eine möglichst optimierte Eigennutzung gerade wirtschaftlich Sinn.

Daher gilt es zuerst mal den eigenen Strombedarf zu ermitteln und die Solaranlage darauf auszulegen. So bleibt vermutlich auch noch ausreichend Geld übrig, um den Nachtstrom mittels Batterie in die Anlage einzubinden.

Wollen Sie den Eigenbedarf optimieren und einen Batteriespeicher installieren, so ist die Ostausrichtung enorm wichtig. Nach einer langen Winternacht ist beinahe jeder Speicher entleert. Damit können Sie am Morgen möglichst rasch wieder aufladen, um die täglichen Lastunterschiede über die Batterie abfangen zu können.

Die Ost-West-Ausrichtung verlängert die Eigenproduktion durch die Solaranlage um bis zu zwei Stunden gegenüber einer rein nach Süden ausgerichteten Solaranlage. im Winter, bei sehr kurzen Tagen, ist das entscheidend und schont zusätzlich die Batterie.

 

Hinweis: Die Informationen wurden sorgfältig recherchiert und zusammengetragen. Für die Richtigkeit und die Aktualität des Inhaltes leisten wir keine Gewähr. Wir freuen uns über kritische Feedbacks und allfällige Ergänzungen oder Verbesserungsvorschläge.

 

Varta Batterie-Speicher

Wir sind nun zertifiziert für die Installation von VARTA Batterie-Speicher Systemen.

Ob Eigentumswohnung, Reihenhaus, Einfamilienhaus oder grössere Objekte – bei den VARTA Energiespeichern ist immer die passende Lösung für Sie dabei.

VARTA Storage Energiespeichersysteme sind die ideale Lösung für alle, die ihren selbstproduzierten Strom rund um die Uhr nutzen möchten. Auf diese Weise lässt sich der Eigenverbrauchsanteil auf 80% und mehr steigern. So sind Sie wirklich selbstständig und unabhängig und ersparen sich Strompreissteigerungen.

Warum Varta Batterie-Speicher?

Energiespeichersysteme sind die ideale Lösung für alle, die ihren selbstproduzierten Strom rund um die Uhr nutzen möchten. Auf diese Weise lässt sich der Eigenverbrauchsanteil auf 80% und mehr steigern. Der Schlüssel für echte Unabhängigkeit von Energieversorgern und Strompreissteigerungen.

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Batteriespeicher Fronius

Batteriespeicher

Welchen Sinn machen Batteriespeicher?

Mit einem Batteriespeicher den Nachtstrom aus der Photovoltaik Anlage zu nutzen macht Sinn. Aktuell bekommt man um die 8.9 Rp/kWh für die Einspeisung von Solarstrom, demgegenüber steht der Strompreis von rund 23 Rp pro kWh inkl. der Netz Gebühren beim Strombezug. Während der Nachtstunden benötigt ein Einfamilienhaus im Jahresschnitt 6-10 kWh pro Tag oder etwa 500.- CHF im Jahr. Für die Einspeisung vom Solarstrom erheben viele Elektrizitätswerke Gebühren, was auf den Nachtstrombezug berechnet ca. 50-100.- CHF pro Jahr entspricht.

Am Tag können bei wechselhaftem Wetter die Verbrauchsspitzen aus der Batterie bezogen werden. Auch damit spart man rund 300.- CHF Stromkosten pro Jahr.

Somit haben wir eine Gesamtrendite der Batterie um die 900.- CHF pro Jahr. Eine Amortisierung ist derzeit etwas schwierig zu berechnen, da es sehr unterschiedliche Batterien und noch mehr unterschiedliche Anwendungen gibt. Grundsätzlich muss man mit einer Investition um die 10’000 CHF rechnen und kann von 15-20 Jahren Lebenserwartung ausgehen. Die Batterie kann man also knapp amortisieren. Steigen die Strompreise weiter, so wird eine Batterie wirtschaftlich und lukrativ.

Wer darauf wartet, dass die Batteriepreise sinken, der wartet vermutlich noch lange. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Preise senken werden. Es macht den Anschein, als ob die Batteriepreise sich nur noch geringfügig verändern werden.

Eine Batterie für die E-Mobilität

Es gibt viele Debatten über E-Mobilität und Batteriespeicher. Dabei drängt sich die Frage auf, wie man den Strom für die zukünftigen Elektroautos bereit stellt.

Kritiker der E-Mobilität behaupten, dass wenn alle in der Strasse das Auto laden wollten, würde es dunkel. Damit haben sie recht. Ein Wohn-Quartier ist nicht für die Belastung ausgelegt, um gleichzeitige mehrere E-Autos mit 11 kWh oder mehr zu laden. Schon mit den ganzen Wärmepumpen stösst man an die Leistungsgrenzen der Trafostationen.

Daher braucht es entsprechende Infrastruktur, um die Energie bereitstellen zu können. Benzin-Autos können ja auch nicht zu Hause betankt werden. Auch das geht nur mit entsprechender Infrastruktur.

Die Netzanbieter planen Einfamilienhäuser mit einer Zuleitung um 25 – 40 A auf drei Phasen, was 3 Phasen x 25 A x 240 V, sprich 18 kW Leistung entspricht. Bei der Bereitstellung des Stroms wird eine durchschnittliche Auslastung zugrundegelegt, so dass die 18 kW pro Haus nur kurzfristig als maximal Leistung verfügbar stehen, als Dauerstrom wird mit rund 20-30% der Maximallast gerechnet, in dem Fall also mit rund 4-6 kWh. Daher funktioniert die aktuelle Infrastruktur für flächendeckendes und gleichzeitiges Laden mehrerer Fahrzeuge nicht. Die Trafostationen sind nicht für solche Leistungen ausgelegt und es braucht Last-Managementsysteme. Ich kenne übrigens auch keine Tankstelle, an der 20 Fahrzeuge gleichzeitig tanken können, da fehlen die Zapfsäulen und auch die Pumpe würde die Leistung nicht schaffen.

Als KMU suchen wir deshalb nach Verbesserungsmöglichkeiten. Vor allem einfache Lösungen müssen her. Ein Ansatz ist die Solaranlage auf dem eigenen Dach. Damit kann zusätzlich Energie bereit gestellt werden während der Sonnenzeiten, jedoch darf man nicht die Kapazität des Hausanschlusses übersteigen.

Wie viel Leistung benötigt man genau?

Der Bürger legt durchschnittlich 35-37 km pro Tag zurück. Setzt man diese Fahrleistung mit dem Verbrauch eines E-Autos von rund 170 Wh pro km an, so ergibt das ein Bedarf von 6,3 kWh pro Tag. Das entspricht dem Energiebedarf eines Warmwasser Boiler mit einem Tagesverbrauch von 100 Liter. Stellen Sie den Boiler auf Solarthermie um und schon reicht die Energie für den durchschnittlichen Fahrbedarf eines Haushaltes.

Da wir meist 8-10 Stunden zuhause sind, ist es kein Problem diese Leistung über eine einfache Steckdose zu laden. Eine T13 Steckdose kann 10 A bei 240 V über mehrere Stunden leisten. Der Bedarf von 6.3 kWh kann mit einer Typ 13 Steckdose in rund 3 Stunden geladen werden. Um jedoch die Steckdose nicht übermässig zu belasten, empfehlen wir eine 16 A Absicherung und eine T23 oder besser noch eine CEE 16 Steckdose, ausgelegt auf 6h Last.

Was braucht ein Vielfahrer mit 300 oder mehr km Fahrleistung pro Tag? Der Energiebedarf von 300 km x 170 Wh ergibt 51 kWh, was beim Laden mit einer Haushaltssteckdose 22 Stunden dauert und dabei die Steckdose überhitzen würde. Das funktioniert nicht. Daher braucht es eine Ladeleistung von 3,7 (14 Stunden) oder 11 kWh (5 Stunden) um über Nacht das Fahrzeug komplett aufzuladen und vorzugsweise einen Batteriespeicher, um das Stromnetz zu entlasten.

Solar-Carport Design Skizze

Die meisten Menschen sind zwischen 17:00 und 18:00 Uhr nach der Arbeit wieder zu Hause. Wenn nun aber alle das Auto mit 11 kWh laden wollen und gleichzeitig noch kochen, waschen oder andere Aufgaben erledigen, wird es für die Trafostation ungemütlich.

Wer also die Sicherheit einer einwandfreien Stromversorgung braucht, muss sich mit dem Gedanken auseinander setzten, einen Batteriespeicher zu beschaffen. Dieser wird bei Sonnenschein über die Photovoltaik-Anlage geladen und die Energie später an das Auto oder in den Haushalt abgegeben. Das hilft dem Stromversorger die Netzschwankungen zu glätten und Sie haben eine zuverlässige Stromversorgung in Ihrer Liegenschaft.

Wer darauf wartet, dass unsere Netzbetreiber „das Problem schon lösen werden“, der wartet noch lange. Bereits heute fehlt der Swissgrid das Geld um die Förderprogramme von Solaranlagen zu entrichten. Woher sollten sie also das Geld nehmen, um Trafostationen flächendeckend aufzurüsten? Spinnen wir den Gedanken weiter, so ist klar, dass die Gebühren für die neue Infrastruktur angehoben werden muss, was der Amortisation von unserem Batteriespeicher zu gute kommt.

Lösungen müssen her!

Wir entwickeln gerade einen autonomen Solar Carport, welcher bei Sonne den Batteriespeicher lädt und abends für die Ladung Ihres Elektrofahrzeuges die Energie wieder abgibt. So können Sie sicher sein, dass Sie auch Solarstrom erhalten und tatsächlich umweltfreundlich fahren können.

In den Medien werden gerade die Strompreise der Ladesäulen debattiert und mit dem Hausstrompreis verglichen. Das ist etwa gleich, wie wenn man den Benzinpreis an der Zapfsäule, dem Rohöl-Preis gleichstellen würde. Die Tankstellen sind Investitionen, welche über den Benzinpreis amortisiert und unterhalten werden müssen und genau so ist es auch bei der E-Ladesäule. Sie müssen auch den Strom über die Laderegler entsprechend aufbereiten damit das Fahrzeug sicher geladen wird. Das kann man quasi der Raffinerie von Rohöl zu Benzin gleichsetzten. Auch da entstehen Verluste welche vom Verbraucher bezahlt werden müssen.

 

Bei der Auslegung wird es etwas komplizierter. Erst muss die Photovoltaik-Anlage auf den Verbrauch ausgelegt werden, damit ausreichend Energie bereit steht. Beim Speicher ist es entscheidend welche Stromaufnahme man für das Elektroauto benötigt. Nur wenige Speicher schaffen die Strom-Abgabe von 3,7 oder mehr KWh. Daher erarbeiten wir ein Gesamtsystem, welches all diese Punkte erfüllt.

E-Ladesäulen, E-Charger, Stromtankstelle, E-MobilityIn Kürze lesen Sie mehr über unsere Solar Carport Lösung mit integriertem Batteriespeicher und E-Ladestation. Wir hoffen, Ihnen bis Ende 2019 eine ausgereifte Lösung in unserem Online Shop anbieten zu können.

Unsere PV-Anlage

Unsere PV-Anlage, aktuelle Zahlen:

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Live-Anlage Übersicht LED Werkstatt GmbH

Photovoltaik-Anlage 1: 5 kWp

  • südliche Dachfläche:  30 m2
  • Gebäude Höhe: 8 m
  • Dachneigung: 25°
  • max. Leistung: 4.68 kWp
  • Solarmodul: Viessmann 200 Typ P260BA
  • Anzahl Solarmodule: 18
  • Montage System: K2 Systems
  • Netzeinspeisung: Fronius Symo Hybrid 5.0-3-M

Photovoltaik-Anlage 2: 17,5 kWp

  • südliche Dachfläche:  113 m2
  • Gebäude Höhe: 8 m
  • Dachneigung: 19°
  • max. Leistung: 17.5 kWp
  • Solarmodul: Viessmann 200 Typ P260BA
  • Anzahl Solarmodule: 69
  • Montage System: K2 Systems
  • Netzeinspeisung: Fronius Symo 17.5-3-M

Photovoltaik-Anlage 3: 12,5 kWp

  • südliche und nördliche Dachfläche:  70.5 m2
  • Gebäude Höhe: 10 m
  • Dachneigung: 25°
  • max. Leistung: 11.42 kWp
  • Solarmodul: Viessmann 200 Typ P260BA
  • Anzahl Solarmodule: 43
  • Montage System: K2 Systems
  • Netzeinspeisung: Fronius Symo 12.5-3-M

Photovoltaik-Anlage 4: 12,5 kWp

  • nördliche Dachfläche:  72 m2
  • Gebäude Höhe: 10 m
  • Dachneigung: 19°
  • max. Leistung: 12.1 kWp
  • Solarmodul: JaSolar 275Wp
  • Anzahl Solarmodule: 44
  • Montage System: K2 Systems
  • Netzeinspeisung: Fronius Symo 12.5-3-M

Weitere Informationen:

Die gesamte Produktionsfläche beträgt 285 m2 und die zu erwartende Stromproduktion liegt bei ca. 42 MWh pro Jahr. Bei Fragen oder für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Nachhaltigkeit als Vorsorgeplan

Bei der Nachhaltigkeit geht es nicht nur um den Umweltschutz, sie hat auch wirtschaftliche Vorteile.

In diesem Blog möchten wir Ihnen kurz aufzeigen, dass Nachhaltigkeit echte Chancen bietet und Ihre Fixkosten massiv gesenkt werden können. Wir erläutern, warum Investitionen in die Nachhaltigkeit auch viel lukrativer sind, als in gewöhnliche Finanz- oder Vorsorgeprodukte. Daher stellen wir einfach mal einen verrückten Vergleich an und setzen nachhaltige Investitionen mit einem Rentenfond gleich. Es war echt spannend, alle Einzelheiten zu recherchieren und dann hochzurechnen.

Investitionen in die Altersvorsorge, eine gute Sache!

Denken Sie einmal über Ihre Vorsorge nach. Nehmen wir mal an, dass Sie in die gebundene Altersvorsorge 100‘000.- CHF im 35igsten Lebensjahr einzahlen und mit 65 Jahren in Rente geht. Mit einem Zinssatz von 1.25% der Einlage inkl. Zinseszins erwirtschaftet Ihr in den 30 Jahren 68’160.- CHF.

Hier noch für alle, welche das nachrechnen wollen, die Zinseszins-Formel:

K(p / 100)(hoch n) = Kn ->  100’000 CHF x (1+1.25%) (hoch 30 Jahre) = 168’160 CHF

  • Kn = Endkapital
  • K0 = Anfangskapital
  • p = Zinssatz (in Prozent)
  • n = Laufzeit (meist Jahre)

Gleichzeitig erwirtschaften Banken und Versicherungen auch je etwa 1% aus der Einlage, da die Zinsen ja nur einen Gewinnanteil der Vorsorgepartner ausmachen und Verwaltungskosten berechnet werden. Das führt zu einem Finanzwachstum von zusätzlichen rund 104’140.- CHF, man nennt das auch „Teuerung“.

Das Anlagekapital wächst auf total 272’300.- CHF an und Sie bekommen leider nur 168’160.- CHF davon. Dieses Kapital wird bei Bezug im Rentenalter aktuell mit 6% besteuert, so dass noch 158’072.- CHF ausbezahlt werden. Über die 30 Jahre wurde das Geld auf 58% des ursprünglichen Wertes entwertet, sprich die Kaufkraft sank. Mathematisch gesehen führt eine verzinste Altersvorsorge nach heutiger Gesetzgebung unweigerlich in die „Altersarmut“.

Wir wollen nicht Angst verbreiten, jedoch aufzeigen, dass es auch Alternativen gibt.

Was können nachhaltige Investitionen?

Was kostet Nachhaltigkeit und wie sieht eigentlich die Kostenrechnung aus? Wir schauen mal genauer hin und versuchen die Kosten und Einsparungen aufzuzeigen.

Die Annahmen für die Berechnung:

Bezeichnung Einheit Werte
Energiebedarf EFH mit El.-Boiler kWh 8200
Steuersatz am Wohnort Prozent 23%
Wohnfläche Einfamilienhaus m2 140
Investition in Solaranlage kWp 22
Stromtarif inkl. Abgaben kWh CHF 0.234
Einspeisevergütung kWh CHF 0.089
Investition in Wärmepumpe CHF 28’000
Ölpreis pro 100l CHF/100l CHF       95
Investition E-Auto (evtl. Gebraucht) CHF 36’900
Fahrleistung Auto pro Jahr km 20’000
E-Auto-Verbrauch pro 100 km kWh/100km 17.0
Zins auf Anlage (Altersvorsorge) Prozent 1.25%
Anlagezeitraum Jahre 30

Eine Solaranlage kann man doch nicht amortisieren!

Rechnen wir mal eine Solaranlage mit 22 kWp, diese kostet heute rund 31’240.- CHF. Abzüglich der aktuellen Swissgrid-Förderung (Sommer 2018) von 10‘200.- CHF und der Steuerersparnis der Investition von ca. 4’839.- CHF haben Sie eine Investition von 16’201.- CHF. Mit der Anlage produzieren Sie ca. 25’000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht bei ca. 30% Eigennutzung und Abzug der Einspeise-Gebühren sowie Steuern, einem Ertrag von rund 2’418.- CHF pro Jahr. Die Berechnung wurde ohne Batteriespeicher gemacht. Damit könnte der Eigenverbrauch enorm erhöht werden, was die Ergebnisse verbessert, jedoch auch die Anfangsinvestition erhöht.

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Die Solaranlage ist nach rund sieben Jahren amortisiert, wobei wir eine Lebensdauer von 35-40 Jahren anstreben, bei etwas Pflege und Unterhalt. Somit haben Sie eine Rendite von 69’314.- CHF in den 30 Jahren und das bei einer Investition von nur 16’200.- CHF. Nicht berücksichtigt sind die steigenden Energiepreise sowie Erhöhungen der CO2-Abgaben in den nächsten Jahren. Diese Fakten verbessern die Rendite zusätzlich.

Berechnung jährlich  kWh/Jahr  Anteil CHF/kWh  Total
Ertrag Solar-Anlage   25’036 100%
Eigenverbrauch        7’708 30.8% CHF 0.219 CHF 1’690
Einspeisung ins Netz 17’328 69.2% CHF 0.089 CHF 1’542
Netznutzungstarif   47.47 CHF  -3.34 CHF -159
Abrechnungskosten CHF -204
Steuer auf Einspeisung 23% CHF  -246
Unterhalt Solaranlage 1% CHF  -312
Rendite pro Jahr CHF 2’310

Was bringt ein Batteriespeicher?

Insbesondere im Winter bei kurzen Sonnentagen fehlt morgens und abends die Solarenergie, daher ist eine Batterie eine gute Alternative, um den Eigenverbrauch zu steigern. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus benötigt um die 6 kWh pro Nacht, im Winter sogar mehr. Somit haben Sie auch mit einer grossen Photovoltaik-Anlage jährliche Stromkosten von über 400.-CHF. Diese lassen sich durch eine Batterie um bis zu 98% reduzieren. Tagsüber deckt die Batterie Stromspitzen, welche durch die Solaranlage nicht geleistet werden können, auch das spart jährlich um 200.- bis 300.- CHF. Die Gebühren (Netznutzungstarif) welche in verschiedenen Kantonen für die Einspeisung von Solarstrom verlangt werden, reduzieren sich, da ein grosser Teil vom Überschuss in die Batterie gespeichert wird. Im Kanton Bern macht das rund 60 CHF pro Jahr aus. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass bei einer richtigen Auslegung der Solaranlage mit einer Batterie die Kosten massiv gesenkt werden können.

Was kostet eine Batterie?

Eine Batterie mit 6-9 kWh kostet aktuell um die 10’000 CHF. Es werden 7-10 Jahre oder um die 4000 Ladezyklen Garantie angeboten. Da jährlich im Schnitt nur 250 Ladezyklen anfallen, kann man mit einer Lebenserwartung von 15 Jahren rechnen. Bei einer Einsparung von jährlich um die 760.- CHF Energiekosten, benötigt man rund 13-14 Jahre für die Amortisation. Energie-Preiserhöhungen und die Steigerung der Abgaben machen die Batterie bald rentabel. Wir haben in eine Batterie investiert um unsere Autarkie zu ermöglichen und somit dem Strommarkt unser Geld zu entziehen. Nur so müssen sich die Energie-Organisationen bewegen und endlich anfangen umzudenken. Auch wollten wir beweisen, dass wir es mit einem Gebäude aus den 70er-Jahren schaffen, energetisch autark zu werden.

Lohnt sich eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe kostet rund 25‘000.- bis 30’000.- CHF, wobei Sie auch von der Steuerersparnis der Investition profitieren. Je nach Kanton gibt es auch Förderbeiträge beim Ersatz der alten Öl-/Gasheizung durch eine Wärmepumpe (im Kanton Bern seit Anfang 2019 mind. 10’000 CHF). Nutzen Sie auch die Solarenergie, so sparen Sie im Vergleich zu Öl oder Gas weitere 1’632.- CHF an Heizkosten pro Jahr sowie Feuerungskontrollen und Kaminfeger. Auf 30 Jahre ergibt das eine Kostenreduktion von 48‘962.- CHF. Sicher bleibt der Unterhalt und der Ersatz nach 25-30 Jahren offen, aber diese Kosten fallen bei einer Öl- / Gas-Heizung auch an.

Durch die Investition in eine Wärmepumpe sind Sie auch nicht mehr von den steigenden Öl- und Gaspreisen abhängig, und die Erhöhungen der CO2-Abgaben betreffen Sie auch nicht länger.

Bezeichnung Menge Einheit Preis Total
Bestehende Öl-Heizung 1’960 l CHF  0.95 CHF 1’862
Abgabe pro Tonne CO2 3.17 kg CHF     60 CHF    373
Kaminfeger (Kt. Bern) 1 Anz. CHF   168 CHF    168
Feuerungskontrolle 0.5 Anz.  CHF   198 CHF      99
Tankreinigung Anteil 0.1 Anz. CHF 1’400 CHF    140
Energiebedarf 7’000 kWh CHF  0.11 CHF   -760
Unterhalt 1% CHF   -250
Einsparung / Jahr CHF 1’632

Lohnt sich ein Elektroauto?

Kann ich mit dem Elektroauto meine Fahrkosten senken?

Mit einem E-Auto benötigten Sie rund 170 Wh/km was bei 20‘000 km pro Jahr 3‘400 kWh entspricht. Laden Sie mit Strom vom eigenen Dach sind das 303.- CHF. Bei Netzstrom mit 22 Rp / kWh liegt der Betrag bei 745.- CHF pro Jahr. Zudem sind die Unterhaltskosten viel geringer, als bei einem Verbrenner, da die meisten Verschleissteile beim E-Auto fehlen. Bremsen werden kaum gebraucht, da die Bremsenergie durch Rekuperation grösstenteils in die Batterie geladen wird. Auf 20‘000 km Fahrleistung sparen Sie 2’459.- CHF Benzin- und Unterhaltskosten im Jahr, und in den 30 Jahren hochgerechnet rund 98’370.- CHF. Viele Händler und Restaurants bieten heute kostenloses Laden an, was die Energiekosten unterwegs zusätzlich senkt. Bei Tesla zum Beispiel haben Sie auf bestehende Fahrzeugen, welche vor 2018 eingelöst wurden, sogar lebenslang kostenloses Tanken an den Superchargern inkludiert, bei neuen Fahrzeugen 400 kWh pro Jahr. Für die Strassensteuer gibt es ebenfalls Vergünstigungen und viele Versicherungen bieten für Elektroautos Prämienvorteile an. Jetzt können Ihnen auch steigende Benzinpreise und CO2-Abgaben egal sein, im Gegenteil, je höher diese ausfallen um so mehr sparen Sie. Nicht unwichtig ist auch der enorme Fahrspass mit E-Autos!

E-Ladesäulen, E-Charger, Stromtankstelle, E-Mobility

 

 

Berechnung pro Jahr Menge km/Jahr Preis Total
Verbrauch Benziner l/km 0.072 20’000 CHF 1.55 CHF 2’232
Abgabe pro Tonne CO2 3.87 CHF   60 CHF   232
Service Benziner CHF   800
Verbrauch E-Auto 0.17 20’000 CHF 0.10 CHF  -347
Service E-Auto CHF -258
Strassensteuer E-Auto CHF -200
Einsparung pro Jahr CHF 2’459

Wave Trophy 2018, E-Mobilität, Start der Wave Trophy, Nachhaltigkeit

Fazit: Nachhaltigkeit – Finanzanlage

Investitionen Rentenfond Nachhaltig
Einmal-Einlage  CHF 100’000
Solaranlage  CHF   31’240
Wärmepumpe  CHF   25’000
Elektroauto (Mehrpreis)*  CHF   36’900
Förderungen  CHF  -20’200
Steuerersparnis  CHF  -23’000  CHF  -12’045
Gesamtinvestition  CHF   77’000  CHF   60’895
Vermögen nach 40 Jahren   CHF 158’072  CHF 204’409
effektiver Jahreszins 5.1% 8.4%

*Der Mehrpreis beim Elektroauto ist der Aufschlag eines aktuellen Mittelklassewagens welcher durch ein E-Auto wie den Tesla Model 3 ersetz wird.

 

In der Berechnung ist auch die Erneuerung Ihres E-Autos alle 5 Jahre mit enthalten. Sie können sich damit über die Laufzeit auch Ihr Auto im Eintausch refinanzieren. Somit sind nachhaltige Investitionen auch für’s Portemonnaie „nachhaltiger“! Umweltschutz ist nur ein Nebenprodukt einer smarten Vorsorgeplanung.

Abfalltrennung senkt die Kosten zusätzlich!

Ein weiterer wesentlicher Punkt bei der Nachhaltigkeit ist die Abfalltrennung. Die Abfallgebühren sind auf einen Haushalt gesehen stark vom Konsumverhalten abhängig. Doch auch hier lässt sich durch die Trennung viel einsparen. Trennt man PET, ALU, Karton Papier, Biomüll und Kunststoffe aus dem Haushaltsmüll, so sind nur noch geringe Mengen an Abfall zu entsorgen. Fast alle oben aufgeführten Stoffe lassen sich gratis oder mit minimalen Kosten in das Entsorgungscenter zurückbringen. So lassen sich die Stoffe auch wieder für neue Konsumprodukte verwerten, was uns langfristig eine Preisstabilität sichert. In Eigenstudien haben wir das mal untersucht und stellten fest, dass wir unsere Abfallkosten um rund 82% reduzieren konnten. Das entspricht jährlich rund 150.- CHF (Kanton Bern).

Wave Trophy 2018 an der KBS St. Gallen mit Louis Palmer und unserem Multilith Recyclingsystem, Nachhaltigkeit
Abfalltrennbehälter Multilith 3.0 mit Louis Palmer, dem E-Auto Pionier.

Weiter sollten wir uns auch einmal Gedanken machen, was wir wirklich brauchen. Wenn Sie mehr für die Umwelt tun wollen, so schmeissen Sie Ihren Trockner raus und hängen Sie die Wäsche mal wieder an die Leine. Verbannen Sie Geräte wie elektrische Dosenöffner und dergleichen aus Ihrem Haushalt. Es geht nicht alleine um die Herkunft der Energie, wichtiger ist, wie viel davon man wirklich braucht. Statt Junk Food und Fertigprodukten frische Nahrungsmittel aus der Region zu essen, hilft zusätzlich die Umwelt zu schonen, und besser schmecken sie auch noch. Wenn Sie die Möglichkeit haben, legen Sie sich einen kleinen Garten an und pflanzen Sie Früchte, Beeren, Salate, Tomaten und andere Gemüsesorten an. So wissen Sie, wann Saison ist und Sie bekommen ein Bewusstsein, was unser Körper je nach Jahreszeit auch wirklich braucht. Unsere Eltern und Grosseltern haben das auch gemacht und die waren nicht doof.

Mit dem Artikel wollen wir dafür sensibilisieren, dass es nicht immer darum geht den Planeten zu retten, sondern verantwortlich mit den Ressourcen umzugehen und dabei gleichzeitig sein Portemonnaie zu schonen. Nachhaltigkeit bietet viele Chancen. Teilen Sie doch bitte diesen Artikel mit Ihren Freunden auf den sozialen Medien. Vielleicht schaffen wir es, die Welt etwas besser zu machen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei Ihrem persönlichen Engagement für Nachhaltigkeit.

Weitere Informationen zum Thema Energie und Mobilität finden Sie hier

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CO²-Reduktion durch Abfalltrennung

Das untere Diagramm zeigt auf, welche CO²-Reduktion durch Abfalltrennung erzielt werden kann. Die Berechnung basiert auf der Rohstoff-Einsparung durch Aufbereitung unter Berücksichtigung der Wiederaufbereitung zu neuen Rohstoffen (Kreislaufwirtschaft). Bei Alu haben wir einen Durchschnittswert angewendet, da Walzen oder Giessen von Aluminium unterschiedliche CO2-Werte ergeben. Die Annahme ist, dass ein Wertstoffbehälter ca. zweimal wöchentlich entleert wird und dabei eine optimale Füllung erreicht. Nicht berücksichtigt ist der Restmüll. Die CO2-Werte wurden Berichten des Bundesamtes für Umwelt und von Rohstoff-Herstellern entnommen. Diese Angaben sind für uns nicht bindend, zeigen jedoch die Tendenz des Einsparungspotenzials.

Handling, Lieferung sowie Abfalltüten wurden nicht berücksichtigt, da sie material- und Standort abhängig sind.

CO²-Reduktion-durch-Abfalltrennung, Recycling von Verpackungen
CO2 Reduktion durch Abfalltrennung
Sammelvolumen jährlich Entleerungen Inhalt in kg CO2 / kg CO2-Reduktion
PET-Flaschen 105 4.5 3 1418 kg
Alu-Dosen 105 3 8.5 2678 kg
Papier 105 10 2.1 2205 kg
Total CO2-Reduktion /Jahr 6300 kg
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Recyclingstation, Wertstoffbehälter

CO²-Reduktion durch Abfalltrennung pro Jahr

Berücksichtigen wir, dass ein Kubikmeter Luft nur ca. 1 % CO2 aufnehmen kann bis zur Sättigung und somit lediglich 19.8 Gramm beinhaltet, so entspricht die eingesparte Menge CO2 einem gesättigten Volumen von 50’505 m3.

In Autokilometern ausgedrückt: Ein VW Golf produziert „angeblich auf dem Prüfstand“ ca. 130 g CO2 pro km , somit entspricht die Einsparung pro Recyclingstation rund 48’450 km.

Unser Multilith 3.0-Wertstoffbehälter wird bis zu 70 % aus rezykliertem Material hergestellt. So benötigt der Gestehungsprozess der Rohstoffe um die 360 -400kg CO2. Für die Herstellung und die Montage arbeiten wir mit Solarenergie vom eigenen Dach, so dass kaum CO2 freigesetzt wird. Für den Transport können wir keine genauen Angaben erstellen, da die CO2-Belastung je nach Lieferort und Liefermenge sehr unterschiedlich ausfällt. Diese Angaben belegen, dass unsere Behälter durch die Abfalltrennung innert kurzer Zeit eine positive CO2-Bilanz aufweisen.

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Desing Skizze Recyclingstation Multilith

 

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Abfalltrennen im Aussenraum

Der neue W3 Wertstoffbehälter

Abfalltennen im Aussenraum ist WICHTIG.

Immer mehr Menschen verbringen durch Beruf, Bildung und Freizeit einen grossen Teil ihrer Zeit im öffentlichen Raum. So wird auch immer mehr im Aussenraum konsumiert und es entsteht Abfall. Besondershäufig werden Getränke aus PET-Flaschen oder Aludosen konsumiert, was entsprechend gesammelt und wiederaufbereitet werden muss. Andernfalls verlieren wir enorme Mengen an Rohstoffen für unsere Zukunft.

Mit unserem neuen W3 Wertstoffbehälter haben wir ein Produkt für die Abfalltrennung im Aussenraum entwickelt, welches vandalensicher sowie witterungsbeständig ist. Durch ein 3mm dickes Mantelblech aus geschliffenem Edelstahl ist er unverwüstlich.

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Modular kann im Innenbehälter ein 35l, 60l oder ein 110l Abfallsack verwendet werden. Seitlich sind optional Ascher und / oder Steckdosen einbaubar. Derzeit erarbeiten wir noch weitere Optionen, welche im Aussenraum nützlich sind.

Da die Recyclingstationen im Aussenraum stark von anfallendem Konsum und den regionalen vorschriften Abhängig ist, können die Signetplatten jederzeit ausgetauscht werden. Veränderungen durch den Gesetzgeber lassen sich auch nachträglich anpassen. So ist der W3 Wertstoffbehälter auch in anderen Ländern mit unterschiedlichen Entsorgungskonzepten einsetzbar.

Flexibilität und Unabhängigkeit ist uns wichtig, daher verwenden wir handelsübliche Abfallsäcke 35l, 60l oder 110l sowie die entsprechenden Tüten von PET Recycling Schweiz, Igora oder anderen Entsorgern, welche optimal in die Innenbehälter passen.

Je nach Standort ist der Einwurf auch beidseitig möglich. Auch der Ascher kann belibig links, rechts oder sogar beidseitig angebracht werden. Die Seitenbleche sind auf wunsch in anderen Farben oder aus bedrucktem ESG Glas erhältlich.

Mit 330l Abfallvolumen ist der W3 auch für hochfrequenz Standorte optimal und spart viele Entleerungen.

Weritere Infotmationen zum Wertstoffbehälter W3 finden Sie in unserem Online Shop

 

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Abfalltrennen im Aussenraum

 

Vom Design bis zum Fertigen Produkt

Bedienbarkeit

Durch Erfahrung aus dem Innenraum wissen wir, Abfalltrennung funktioniert nur, wenn der Benutzer keinen Zusatzaufwand hat und seine unterschiedlichen Wertstoffe an einer Recyclingstation trennen kann. Einfache Öffnungen und dezente Trennsymbole werden gut angenommen. Viele Abfallbehälter haben ja schliesslich gar keine Symbole. Die Abfallstation soll sauber und schlicht im Raum integriert werden können. Gut lesbare Symbole und eine einfache verständliche Bedienung sind wichtig.

Behälter mit Oben-Einwurf können nicht im Freien stehen, da es rien regnet oder sie benötigen ein Dach. Dachlösungen sind meist nicht wirklich ansprechend.

Fronteinwurf ist auch für die Barrierefreiheit gut da die Fraktions Symbole und die Öffnung gut erkennbar sind.

So entstand ein Wertstoffbehälter mit bis zu 4 Wertstoff Fraktionen für das Abfalltrennen im Aussenraum.

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Abfalltrennen im Aussenraum, Handling

Die Grundidee war eine schnelle und problemlose entleerung zu erziehlen. Viele Abfallbehälter werden im Aussenraum bei schönem Wetter überfüllt, so dass bei der Entleerung oft Abfall in den Innenbereich oder auf den Boden fällt. Diese bedingt zusätzlichen Reinigungsaufwand.

Zeit ist Geld und daher sollte das Handling einer Abfallstation schnell und einfach gehen.

Eine Deckelentnahme ist bei grossen Volumen nicht ergonomisch. bei Frontentnahme benötigt man viel Platz. Eine Kombination wäre die ideale Lösung. So entwarfen wir die Kipp-Öffnung für unsere Aussen-Recyclingstation.

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Recyclingstation Aussen in Edelstahl, Abfalltrennen im Aussenraum

Wartung

Wer repariert schon gerne einen Abfallbehälter? Wartung sollte möglichst ausgeschlossen werden. Schlösser, aufwendige Scharniere oder Schubladenführungen. All das konnten wir mit der W-Serie umgehen. Beulen und Vandalen-Schäden sind im Aussenraum heute leider normal, also sollten einzelne Teile auch ersetzt werden können ohne dass gleich der ganze Behälter getauscht werden muss.

 

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Recyclingstation Aussen in Edelstahl

 

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Solarthermie Kollektoren

Solarthermie für nachhaltige Wasseraufbereitung

In Zusammenhang mit unserer Dachsanierung und einer 30kWp Photovoltaik Anlage, haben wir auch eine Solarthermie in unsere Liegenschaft integriert. Eine weitverbreitete Möglichkeit der Nutzung der Sonnenwärme ist die Trinkwassererwärmung mit Hilfe einer solarthermischen Anlage.

Als Hersteller von nachhaltigen Beleuchtungen und Abfalltrennsystemen achten wir stehts auf eine ökologische Produktion. Unser Wasserverbrauch ist zwar nur gering, jedoch ist es für unser junges Unternehmen wichtig, die Produktion auch nachhaltig und zeitgemäss aufzubauen.

Eine zusätzliche Nutzung der Sonnenwärme wird erreicht, wenn diese nicht nur für die Trinkwassererwärmung, sondern auch zur Unterstützung der Raumheizung genutzt wird. Diesen Schritt werden wir ebenfalls bald umsetzten. Die Vorrichtung und Montagesysteme weiterer Solarkollektoren ist bereits vorbereitet. In diesem Zusammenhang werden wir auch das Heizsystem auf eine Luft/Wasser Wärmepumpe erweitern um so von den Fossilen-Brennstoffen weg zu kommen und unsere Unternehmung in eine unabhängige Zukunft zu lenken.

Grundsätzliches zur Solarthermie

Die Solarthermie ist eine weit entwickelte, zuverlässige Technologie, Solarenergie zu nutzen um Wärme zu erzeugen. Während Photovoltaik in aller Munde ist, wird über die Solarthermie viel zu wenig gesprochen. Denn die Solarthermie stellt gerade in Mitteleuropa eine ganz hervorragende Möglichkeit zur Nutzung der Sonnenenergie dar. Der grosse Vorteil bei der Nutzung mittels Solarthermie: Warmes Wasser kann recht gut gespeichert werden, sodass es kein Nachteil ist, dass das Angebot an Sonnenwärme nachts nicht vorhanden ist.

Das Prinzip

Moderne Solarthermieanlagen bieten einen sehr hohen Wärmeertrag. Die Sonnenenergie wird in Solarkollektoren „geerntet“, das heisst, eine Wärmeträgerflüssigkeit (Solarflüssigkeit) wird durch Absorption der Strahlungsenergie aufgewärmt. Diese Wärme wird in Wärmeübertragern abgegeben. Zwei verschiedene Anwendungen sind hierbei verbreitet: die solare Trinkwassererwärmung und die solare Heizungsunterstützung und je nachdem, für welche man sich entscheidet, unterscheiden sich auch die Komponenten der Anlage.

solarthermisches Prinzip

Technisches zu unseren Solarthermie Anlagen:

  • Dachausrichtung: Süd
  • Gebäude Höhe: 8 m
  • Dachneigung: 19°
  • Kollektorfläche: 3 Stk zu 2 m2 = 6 m2
  • Kollektor Typ: Flächenkollektor (Passend zu den PV Modulen)
  • Montage System: K2 Systems
  • Boiler Volumen: 300 l Brauchwasser
  • Steuerung: Deltasol CS Plus

Wir haben uns für Flächenkollektoren entschieden, da diese mit geringeren Themperaturen laufen und so Dichtungen und das System weniger unter Wärmeausdehnung leidet. Entscheidend war ebenfalls, dass wir genug Dachfläche haben und so wurden 6 m2 statt der empfohlenen 4 m2 Kollektorenfläche verbaut.

So sparen wir Jährlich ca. 2500 kW Energie was bei aktuellem Nachttarif ca 475.-CHF entspricht. Die Amortisationszeit beträgt ca. 5-6 Jahre.

PV Anlage, Ökostrom für unsere Produktion

Nachhaltigkeit und Autarkie, unser Projekt

Wenn das Wetter die Prozesse definiert

Wie kann man als Industriebetrieb konsequent nachhaltig und ethisch wirtschaften?

Wir sind keine Gesellschafts- oder Umweltaktivisten. Allerdings ist die klassische Industrie durch externe Investoren zu einseitig gewinnorientiert und übernimmt unserer Ansicht nach zu wenig gesellschaftliche Verantwortung. Der Verbrauch an Ressourcen und Sozialkapital in unserer Wirtschaft hat massives Verbesserungspotenzial. Kaum eine Unternehmung nutzt die Möglichkeiten einer ökonomisch nachhaltigen Wirtschaft, weil es Verhaltensänderungen erfordert. Nachhaltigkeit an sich verkauft aber kein Produkt. Sie ist ein wichtiges Verkaufsargument in Märkten, in denen es schwer geworden ist, sich zu differenzieren. Richtig angewendet, schafft sie messbare Kostenvorteile und übernimmt soziale Verantwortung. Als Schweizer-Unternehmen agieren wir nicht nur in einem Hochlohnland, sondern auch mit einer Hartwährung. Nur echte Mehrwerte schaffen es, den Kaufentscheid der Kunden nicht auf den Preis zu reduzieren.

Das autarke Fair Trade-Industrieunternehmen

Ziel ist es, eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung unseres Industrie-KMUs mit einem angemessenen Wachstum, betrieblicher Arbeitsethik und neuartigen Produkten zu verbinden. So können durch Reinvestition Arbeitsplätze und Neuentwicklungen finanziert werden. Das Anstreben einer guten Gewinnsituation ist Mittel zur Weiterentwicklung und Existenzsicherung – nicht der Zweck. Umweltschutz ist das Ergebnis wirtschaftsethischer Überlegungen bei unserer Gründung, unabhängig von politischen Orientierungen. Ressourcenschonung ist zentral, da sie dem Erhalt des Lebensmittelpunkts und Wirtschaftsstandorts dient, sowie unser Unternehmen energetisch autark und CO2-frei macht. Dabei geht es nicht nur um Nachhaltigkeit. Energie- und Herstellungskosten werden dadurch auch planbarer. Unsere Kunden profitieren von Produkten, wie homogenen LED-Leuchtstelen, Wertstoff-Trennmobiliar und Energie-Ladesäulen, die Standards in ihrem Bereich setzen, zur Nachhaltigkeit des Kunden beitragen und auch selbst schonend hergestellt sind. Sie sind auf den Anwendungsprozess optimiert, so dass sie im täglichen Gebrauch auch die Wirtschaftlichkeit verbessern. Durch nachhaltige Produktion und die Möglichkeit zur Reparatur (eigenes Ersatzteilelager, trennbare Fügetechniken) können wir für die meisten Produkte 10 Jahre Garantie gewähren. Als Unternehmer wollen wir eine Vorbildfunktion übernehmen, um auch Partnerfirmen und Mitbewerber zu motivieren, gleiches zu tun. Bei der Teilnahme an Ausschreibungen versuchen wir, vorab nachhaltige Kriterien zu etablieren.

Nachhaltigkeit, faire Produktion und energetische Autarkie sind Chefsache

Swiss Made, Fair Trade und lokale Produktion sind ebenso wichtig wie Nachhaltigkeit und energetische Autarkie. Sie schaffen Mehrwerte für unsere Kunden und reduzieren den Preisdruck. Nur so können wir dauerhaft gegen die Massenhersteller aus Billiglohnländern bestehen. Wichtig bei der Umsetzung ist die finanzielle Unabhängigkeit. Wir verzichten auf externe Investoren und Banken, da wir nur so die maximale Entscheidungsfreiheit für grundsätzliche strategische Veränderungen haben.

Es braucht mehr Verpflichtungen

Diverse Umweltvorschriften, Arbeitsrecht, SUVA-Bestimmungen und z. B. die Getränkeverpackungsverordnung haben wir zu beachten. Trotzdem fehlen passgenaue Vorgaben, damit Nachhaltigkeit, Ethik und Kostensenkung kein Gegensatz mehr sind. Die Einhaltung von Fair Trade-Regeln ist international kaum nachprüfbar; ein wichtiges Argument für Swiss Made. Auch fehlen z. B. seit Jahren Anforderungen für Barrierefreiheit bei der Wertstofftrennung, für den Ökostromanteil in der Produktion, für sichere E-Ladesäulen u. Aussenverkabelungen. Auch neue Mobilitätsformen warten seit Jahren auf eine Zulassung oder Regulierung.

Was ist möglich und was haben wir erreicht?

Wir haben in eine Photovoltaik-Anlage, in Solarthermie sowie einen Batteriespeicher investiert, um unsere Eigenversorgung voranzubringen. Autarke Energieversorgung ist in der Industrie nicht einfach. Die nötigen Mittel für eine überdimensionierte Solaranlage mit riesigen Batterien hatten wir nicht. Um den Autarkiegrad trotzdem zu erhöhen, wurden alle Verbraucher analysiert und auf die Nutzung hin optimiert. So konnten wir enorme Einsparungen verzeichnen und bei der Investition mit eigenen Mitteln viel erreichen. Die Digitalisierung des Energiebedarfs war die Voraussetzung. Heute kennen wir jederzeit den Bedarf und Ertrag unserer Solaranlage, was uns hilft, mit eigenem Strom zu wirtschaften und die Firmenprozesse der Stromproduktion anzupassen. Die Batterie hilft uns, Stromspitzen abzufangen und den Nachtstrom bereit zu stellen. Dennoch brauchen wir Sonnenschein, um autark zu sein. Der Selbstversuch, unsere Prozesse dem Wetterbericht zu unterstellen, stellt sich immer mehr als Erfolg dar: Heute stehen wir bei einer energetischen Autarkie von über 90 %, Tendenz steigend. Sicher haben wir auch einiges an Regeltechnik investiert, um Peripheriegeräte, Druckluft und andere Technik bei Nichtgebrauch vom Netz zu nehmen. Maschinen-Akkugeräte werden ebenfalls geregelt und ausschliesslich mit Solarstrom-Überschuss geladen. Genauso wie unser Firmenauto mit Elektroantrieb, dessen Strom wir selbst produzieren. Der Fair Trade-Gedanke hat mittlerweile zu einem regionalen Netzwerk im Mittelland mit Fertigungs- und Dienstleistungspartnern geführt, die das Konzept mittragen und ihre Prozesse ebenfalls anpassen. Wir sehen sie als Partner und nicht als Lieferanten, mit denen wir uns zusammen weiterentwickeln. Da es sich überwiegend um inhabergeführte KMU’s handelt, ist der langfristige Aspekt für sie interessanter, als kurzfristige hohe Umsätze.

Das Wetter als Produktionsfaktor

Nennen Sie uns verrückt, aber wir planen unsere Produktion mittlerweile anhand des Wetterberichts. So achten wir darauf, energieintensive Produktionsprozesse auf Sonnentage zu legen, hingegen administrative Arbeiten wie Design, Entwicklung, Montage und Planung eher auf Regentage abzuwälzen. Das war nicht einfach, da es ein Umdenken verlangte und wir wegen Liefervereinbarungen oft unter Druck standen. Gerade in den Wintermonaten ist eine Planung anspruchsvoll und verlangt hohe Flexibilität. So planen wir etwas längere Lieferfristen, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden. Die Kunden zeigen meist Verständnis.

Nutzen für Mitarbeiter, Partner, Kunden, Standort

  • Produktdesign und -entwicklung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
  • Umweltverträgliche Werkstoffe und Fertigungsprozesse in der Produktentwicklung
  • Produktion mit lokalen Partnern reduziert Transportwege und sichert Arbeitsplätze in der Region, zudem werden Maschinen besser ausgelastet und Infrastruktur wird eingespart.
  • Reduktion von oder Verzicht auf Lösungsmittel und Giftstoffe im gesamten Betrieb, das reduziert auch Gefahren am Arbeitsplatz.
  • Lösungsmittelfreier Latexdruck kann direkt weiterverarbeitet werden, das spart Arbeitszeit und schont die Umwelt.
  • Nachfüllbare Druckluft-Spraydosen, um Treibhausgase zu reduzieren
  • Recycling aller anfallenden und trennbaren Stoffe, welche im Betrieb anfallen, lesen Sie mehr…
  • Mehrfachverwendung von Verpackungen, soweit möglich
  • Digitalisierung und Direktvertrieb durch Webshop vereinfacht die Administration und reduziert Papier
  • Geschäftsfahrten seit 2017 mit dem Elektroauto, dessen Akkukapazität Teil unseres Smart Buildings ist.
  • Trotz steigernder Rohstoffpreise konnten wir durch nachhaltige Prozesse unsere Produktpreise stabilisieren.
  • Durch autarke Versorgung lernen wir, besser mit unseren Ressourcen umzugehen und leben eine Vorbildfunktion für unsere Mitarbeiter, Partner und Mitbewerber. Wir erreichen mit diesem Ansatz immer mehr Menschen und Unternehmen, welche die Nachhaltigkeit als wichtig erachten und sie in ihre Kaufentscheide miteinbeziehen. Das fordert nun auch Mitbewerber, etwas zu tun. Gemäss Berechnung von z. B. MyClimate haben wir heute rechnerisch eine negative CO2-Bilanz. Das reicht uns aber nicht, da wir in einzelnen Bereichen noch Verbesserungspotenzial sehen und nicht ruhen bis wir komplett frei von Atom- und Kohlestrom sind. In der Mobilität streben wir ebenfalls eine CO2-freie Lösung an. Leider gibt es noch nicht für alle Anwendungen die richtigen Produkte. Lesen Sie mehr…

Unsere Sicht: Ethik und Innovationskraft

Autarkie, nachhaltige Produktentwicklung und Produktion in einem regionalen Lieferanten-Netzwerk nach Kriterien des Fair Trade auf den Bereich Industrie zu übertragen, ist nach unserer täglichen Erfahrung neuartig. Der Schutz der Lebensgrundlagen zukünftige Generationen und ein nachhaltiges Wirtschaften haben bei diesem Projekt Priorität vor Gewinnmaximierung. Es geht nicht um schnelle Skalierung, sondern maximale Effizienz im Sinne der Kreislaufwirtschaft und um langfristige Mehrwerte für ein inhabergeführtes Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und die Region.  Diesen Planeten sehen wir wie ein WC: Man sollte es so verlassen, wie man es vorgefunden hat.

 

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