Ninebot Fahrspass, Ninebot-E two wheeled self-balancing electric scooter

Stehroller dürfen auf den Radweg!

Elektrische Stehroller dürfen künftig auf dem Radwegen fahren.

Der Bundesrat hat am Mittwoch den 15. April 2015 entschieden, Stehroller vollständig den langsamen E-Bikes gleichzustellen.

Stehroller, selbstbalancierende Fahrzeuge, dürfen künftig mit dem «Mofaausweis» ab 14 Jahren gefahren werden. Ab 16 Jahren ist kein Ausweis mehr nötig. Bei den Verkehrsregeln wird der Stehroller dem Velo gleichgestellt, es gillt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h
Diese Verordnug tritt ab dem 1. Juli 2015 in Kraft

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Stehroller Ninebot Elite und Ninebot One

Trottoirs bleiben tabu!

In der Anhörung hatte sich der Verband Fussverkehr Schweiz gegen die Änderungen gewehrt. Er befürchtete, dass die Fussgänger in jenen Fussgängerzonen und auf jenen Trottoirs, die auch für Velos freigegeben sind, «noch mehr in Bedrängnis geraten». Der Verband erachtet es zudem grundsätzlich als «Fehler», dass Stehroller in der Schweiz zugelassen wurden.

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) sprach sich zwar dafür aus, dass Stehroller mit Elektromotor auf den Velowegen verkehren dürfen – von Fussgängerzonen müssten sie aber ferngehalten werden.

Ninebot Stehroller Elite, Segway, Elektro Scooter
Ninebot Stehroller Elite

Der Bundesrat hat nun entschieden, dass nur behinderte Personen Elektro-Stehroller auf Trottoirs und anderen Fussgängerflächen nutzen dürfen. Für alle anderen ist dies verboten. Die gleiche Regelung gilt neu auch für motorisierte Rollstühle.

Neue Verkehrsmittel

In den vergangenen Jahren seien immer mehr elektrisch angetriebene Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden, die sich nur schwer in eine der bestehenden Fahrzeugkategorien einteilen liessen, begründet das Bundesamt für Strassen die Verordnungsänderungen. Die Verkehrsregeln und die Bestimmungen zum Führerausweis würden den Fahrzeugen heute nicht gerecht. Das Parlament hatte mit einer Motion dem Bundesrat den Auftrag erteilt, die Situation zu verbessern.

Bei den E-Bikes hat der Bundesrat bereits früher gehandelt. Diese sind bei den Verkehrsregeln vollständig den Velos gleichgestellt, sofern sie mit Tretunterstützung höchstens 25 km/h schnell fahren.

Ninebot Stehroller
Ninebot Stehroller

Offizielle Mitteilung der ASTRA:

Erleichterungen für Elektrofahrzeuge wie „Segways“ oder „Rikschas“

Bern, 23.06.2011 – Elektrisch betriebene Fahrzeuge werden immer beliebter und ihre Anwen-dungsbereiche laufend vielfältiger. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) trägt dieser Entwicklung Rechnung und führt für einzelne Fahrzeugarten weitere Er-leichterungen ein. Diese Neuerungen betreffen sowohl die Fahrzeugtechnik und die Anforderungen an die Fahrerinnen und Fahrer als auch die Verkehrs-regeln. Dies vereinfacht die Zulassung und den Einsatz solcher Fahrzeuge, gleichzeitig bleibt die Verkehrssicherheit gewährleistet.

Die Erleichterungen gelten für mehrspurige Fahrzeuge, welche entweder über einen speziellen elektrischen Antrieb (z.B. Stehroller wie „Segway“) oder eine elektrische Tretunterstützung (z.B. dreirädrige Rikscha-Velotaxis) verfügen. Diese Fahrzeuge ähneln aufgrund ihrer Geschwindigkeit und ihres Einsatzzwecks den Motorfahrrädern (Mofa). Aufgrund ihrer Motorleistung und/oder ihres relativ hohen Gesamtgewichts sind sie allerdings den Kleinmotorrädern zuzurechnen. Um den Umgang mit solchen Fahrzeugen übersichtlicher und einfacher zu machen, hat das ASTRA nach Rücksprache mit den kantonalen Zulassungsbehörden folgende Erleichterungen beschlossen:

1. Technische Erleichterungen am Fahrzeug

Für Fahrzeuge, welche maximal 15 km/h erreichen dürfen, bestehen bereits heute Erleichterungen bei der technischen Ausrüstung. Namentlich kann hier auf Abblendlichter verzichtet werden, wenn ein Standlicht vorhanden ist. Dies wird neu auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb ausgedehnt, welche eine leicht höhere bauartbedingte Geschwindigkeit (max. 20 km/h) erreichen dürfen. Dies ist ohne Sicherheitseinbussen möglich. Mehrspurige Motorfahrzeuge mit Elektroantrieb, die nach geltendem Recht als Kleinmotorräder (Art. 14 Bst. b VTS) zugelassen werden, können von diesen Erleichterungen profitieren, wenn sie folgende Merkmale aufweisen:

  • bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h (im Selbstfahrmodus);
  • elektrische Tretunterstützung bis höchstens 25 km/h (im Unterstützungsmodus);
  • Motor-Dauerleistung von maximal 2,0 kW;
  • Gesamtgewicht von maximal 450 kg.

Erleichterungen können gewährt werden, soweit sie die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. In Bezug auf Bremssysteme und Bremswirkung ist Vorsicht geboten. Angesichts des recht hohen Gewichts dieser Fahrzeuge von fast einer halben Tonne kann die Verkehrs- und Betriebssicherheit mit Velo- oder Mofabremssystemen nicht gewährleistet werden. Deshalb werden diese Fahrzeuge – trotz der erwähnten Erleichterungen – weiterhin als Kleinmotorrad zugelassen. So ist sichergestellt, dass die Betriebssicherheit regelmässig amtlich überprüft wird und die Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer sowie der andern Verkehrsteilnehmenden und insbesondere der Passagiere in Rikschas sichergestellt ist.

2. Erleichterungen für Fahrerinnen und Fahrer

Zum Führen von Kleinmotorrädern ist der Führerausweis der Kategorie A1 erforderlich. Da diese Ausbildung und Prüfung auf einspurige Motorräder ausgerichtet ist und mehrspurige Kleinmotorräder eher wie Motorwagen und nicht wie Motorräder zu fahren sind, kann auf diese Anforderung verzichtet werden: Ab sofort genügt für die in Frage stehenden Fahrzeuge der Führerausweis der Kategorie B (Personenwagen) oder der Spezialkategorie F (Motorfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h, ausgenommen Motorräder).

3. Erleichterungen bei den Verkehrsregeln

Mehrspurige Kleinmotorräder, welche die oben aufgeführten technischen Merkmale erfüllen und die nicht breiter als 1 m sind, können ab sofort wie die Radfahrer sowohl Radwege als auch Radstreifen benützen. Die nach kantonalem Recht zuständigen Behörden können mit einer Zusatztafel lokal, soweit dies ohne Nachteile für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmender möglich und in den örtlichen Verhältnissen begründet ist, die genannten Kleinmotorräder auch bezüglich Benutzung anderer Verkehrsflächen noch umfassender den Fahrrädern gleichstellen.Diese Erleichterungen gelten ab sofort.

Adresse für Rückfragen:

Mediendienst ASTRA, 031 324 14 91

Herausgeber:

Bundesamt für Strassen ASTRA
Internet: https://www.astra.admin.ch

Eine Antwort

  1. tinu neuhaus

    habe vor 10 tagen einen 9bot1 gekauft und konnte schon nach ca 30 min ohne hilfe fahren……. jetzt sind schon 150 km auf dem tacho. einfach genial und super perfekt für öv-pendler, die nicht immer noch auf den bus warten wollen.
    die reichweite geht voll klar, nach 18 km non stopp fahrt hatte ich noch etwa 20% batterie-ladung.

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